Psychothriller: "Game Over"

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Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 11.10.10 21:06

Game Over
  • Titel: Game Over
  • Characters: Jenny | Tom | Benjamin | Ein Mörder ^^
  • Rating: NC - 17
  • Summary: Die junge Mutter Jenny spielt, sowie es in ihrer Freizeit möglich, ein Multiplayer- Online Spiel. In ihrer virtuellen Welt lernt sie einen Mann kennen, der, anders als ihr Reallife Partner, ihr Aufmerksamkeit und Annerkennung schenkt. Für sie ist es nur ein Spiel, doch ihr gegenüber verlangt viel mehr ...



Das ist meine Grundidee und wird demnächst endlich mal auf die Tastatur gebracht. Dabei spielen eigene Erfahrungen und ein wenig Pfantasie natürlich eine große Rolle.


Zuletzt von Hexekati am 07.11.10 22:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  melting snow am 11.10.10 21:49

Hm. Mich hat diese Situation sogleich an eine nette Freundin erinnert, die vor nicht all zu langer Zeit durch ihre ganz persönliche Hölle gegangen ist. Ebenfalls aufgrund einer Internetbekanntschaft. huh?

Die Grundidee finde ich also schonmal sehr kreativ. Vor allem auch ein Thema, das bis jetzt nicht all zu oft in Massen und Medien behandelt worden ist. Bin ehrlich gesapannt und werde dich bestimmt verlfolgen. zwinker Postest du auch manchmal kleine 'Updates' zum aktuellen Stand deines Projektes?

Von mir jedenfalls lg. smile


Zuletzt von melting snow am 12.10.10 5:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Krümelmonster am 11.10.10 21:52

Na toll und ich habe gedacht ich bin die erste die hierauf antworten darf. haha

Jetzt sage ich aber auch was ich zu sagen habe: Gute Idee und viel Erfolg beim Verfassen. zwinker
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 12.10.10 4:00

Danke schön :)

Updates wird es geben, ich hoffe ich komme mal aus dem Quark zwinker
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 27.10.10 16:04

Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Huhu^^
[XxAlukardxX] flüstert: Hi Silberhauch
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Na, wie geht’s?
[XxAlukardxX] flüstert: Joa geht so, was gibt’s? Gleich Bossfight
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Will nicht lange stören, Du bist doch noch bei den Werwölfen, oder? Hast Du mal wieder was von Anastasia gehört?
[XxAlukardxX] flüstert: Anastasia? Die Mage? Die war, mom ich gucke kurz in Gilde nach …
[XxAlukardxX] flüstert: Die war jetzt seid 52 Tagen nicht mehr online, unser Leader wird sie wohl kicken
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: hmm, mach mir Sorgen, im ICQ und Skype erwische ich sie nicht, hat sie mal gesagt, dass sie aufhören will?
[XxAlukardxX] flüstert: Ne, hat sie nicht, ich kenn sie auch nicht sonderlich, die 1-2 mal Dämonenhalle mit ihr.
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Hmm, danke, dachte das nimmt mir vielleicht die Sorgen. bb und gute Loots.
[XxAlukardxX] flüstert: thx, dir auch^^


Jenny beendete den Client ihres Online-Rollenspiels, nachdem sie mit entsetzen festgestellt hatte, dass die Uhr bereits 4 Uhr in der Früh anzeigte. Zuvor hatte sie noch ihre Spielfigur „Silberhauch“ in ihrem Haus abgestellt, um ihr, nach einer Portion Schlaf, wieder zu Ruhm und Ehre zu verhelfen. Der Spielabend war mal wieder viel länger, als sie es ursprünglich geplant hatte, sie hatte sich wieder einmal mehr in der virtuellen Welt verloren und nur das vergangene Flüstergespräch mit einem anderen Charakter, zog Jenny wieder in die Realität zurück. Die Worte brannten immer noch auf ihrem Monitor, sie hatte sich mehr Auskunft erhofft, aber morgen war ja auch noch ein Tag, an dem sie Nachforschungen über Anastasia anstreben konnte.
Jenny fuhr ihren Rechner herunter und schaltete die Schreibtischlampe aus. Sie fröstelte, die Müdigkeit breitete sich rasant aus. Sie hatte nun genau 2 Stunden Zeit für eine Runde Schlaf, bis der Wecker sie wieder aus ihren Träumen reißen würde, als ihr einfiel, dass Tom heute frei hatte und sich um Lena kümmern würde. Ihre kleine Tochter besuchte die 2. Klasse ihrer Grundschule und musste spätestens um 8 Uhr an der Schule sein. Sie war so froh, dass Tom ein so liebevoller Vater war, obwohl Lena nicht seine leibliche Tochter war. Einen besseren Partner konnte sie sich nicht vorstellen.
Ihr Kater Mikesch mautzte und strich ihr um die Beine, als Jenny sich endlich aufraffte. Den Umweg zur Küche konnte sie sich nicht entgehen lassen, damit ihr Kater sie in Ruhe schlafen lassen würde. Die Alternative kannte sie bereits aus vergangenen Nächten, der Kater würde die kleine Familie solange Terrorisieren, bis sich irgendein Zweibeiner bequemen würde, seinen Napf mit frischem Futter zu füllen. Liebevoll strich sie ihrem „Dickerchen“ über den Kopf, der denselben gierig schmatzend in den Napf steckte.
Die Tür war nur angelehnt. Sie schmunzelte über die leisen Schnarchgeräusche ihres Freundes, als ihre nur mit Socken bekleideten Füße den knarrenden Laminatboden des Schlafzimmers betraten. Müde streckte sie ihre Arme nach oben und ließ ihren Nacken knacken, beinahe war sie dabei zu laut, denn Tom drehte sich auf den Rücken und schnarchte nun etwas lauter. Nachdem sie den Wäschekorb mit ihrer getragenen Kleidung füllte, schaffte sie es nicht sich ins Bett zu legen, ohne ein weiteres knarren des Laminatbodens zu verhindern.
Sie kuschelte sich an ihren Freund und langsam hüllte die Dunkelheit sie vollständig ein. Doch ihre Gedanken waren in dieser Nacht nicht bei ihrer kleinen Familie, sondern bei Anastasia, einer Magierin aus einer virtuellen Welt, hinter der sich ein echter Mensch, wie sie selbst verbarg.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Nelly am 27.10.10 16:57

So. Ich bin anscheinend gleich die Erste, die dein kleines Werk zu lesen bekommt.

Hexekati schrieb:Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Huhu^^
[XxAlukardxX] flüstert: Hi Silberhauch
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Na, wie geht’s?
[XxAlukardxX] flüstert: Joa geht so, was gibt’s? Gleich Bossfight
Du flüsterst zu [XxAlukardxX]: Will nicht lange stören, Du bist doch noch bei den Werwölfen, oder? Hast Du mal wieder was von Anastasia gehört?
[XxAlukardxX] flüstert: Anastasia? Die Mage? Die war, mom ich gucke kurz in Gilde nach …

Ich finde es ein klein wenig gewagt eine Geschichte so zu beginnen. Einerseits macht es zwar neugierig, andererseits weiß man im ersten Moment nicht so recht was man hiermit anfangen soll. Oder besser gesagt: Man versteht es nicht sofort (Ich habe es erst beim zweiten Mal lesen verstanden). Ich finde, dass gerade die ersten paar Sätze sehr wichtig sind um Leser zu behalten.
Aber eigentlich hast du es gar nicht so schlecht gemacht: Du hast eine Frage aufgeworfen und der Leser liest natürlich weiter um eine Antwort zu erhalten. zwinker


Hexekati schrieb:Die Worte brannten immer noch auf ihrem Monitor

Hm. Ich finde irgendwie, dass brannten an dieser Stelle nicht so gut passt.


Gesamtbild: Ich finde dieses Kapitel insgesamt als Einstieg für deine Geschichte wirklich gut! Es bleibt spannend, wirft Fragen auf und beschreibt deine Charaktere schon ein wenig, aber doch nicht zu viel.

Was ich allerdings noch gut finden würde wäre, wenn du vielleicht das Aussehen der Personen subtil ein wenig einbaust, damit sich der Leser das alles besser vorstellen kann. zwinker

Bin jedenfalls gespannt wie deine Geschichte in Bezug auf Anastasia weitergeht und werde auch das nächste Kapitel ein bisschen kommentieren. Wenn du magst. zwinker

Bis zum nächsten Mal. smile Lg.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 27.10.10 17:19

Hi Nelly :)

Danke für Dein Feedback und die konstruktive Kritik *freu*

Grade den Anfang fand ich persönlich passend, da ich mit dem Thema Online-Spiel ein wenig provozieren will und meine Leser erst neugierig machen möchte und alte RPG Hasen oder Online-Zocker, die den einen oder anderen Begriff aus ihrem Spiel oder aus der Virtualität kennen etwas einzuheimeln. Anregung das so ähnlich zu schreiben, war für mich das Buch "Splitter" von Fitzek, der seinen Anfang genauso "Brutal" geschrieben hat. Der Leser soll in meinem Fall erstmal darauf kommen, dass ich Virtualität und Realität trennen möchte, also soll ein Laie auch erstmal im Dunkeln tappen, was ich mit meinem "Spielslang" so alles meine *g* Ich fand es etwas unpassend meine Zeilen mit "Es war einmal,..." oder "Es war dunkel, nur der Monitor flackerte, das konnte er durch die Fensterscheibe erkennen, zumal sich die Wohnung in der 1. Etage befand, genauso wie es Silberhauch ihm beschrieben hatte." Letzterer Satz (zumindest ähnlich) war tatsächlich eine Alternative, habe aber festgestellt, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt bereits mittendrinn befand. Ihr werdet im weiteren Verlauf noch einiges erleben und wollte erst eine gewisse Stimmung erreichen, die ich mit diesem Anfang versuche aufzubauen.
Ich weiß nicht, ob es evtl klüger wäre diesen kurzen Dialog in einen Prolog zu packen und dann mit der Geschichte einfach anfangen. Das sieht das nicht ganz so aus, als würde es zusammen gehören, was meinst Du?
Ja, ich glaube da hast Du recht, der Satz paßt nicht so recht, werde ihn umschreiben :)

Danke schön :) Freut mich dass es Dir schonmal gefällt, hab schon mit dem nächsten Kapitel angefangen. Anastasia läßt nicht lange auf sich warten zwinker
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 03.11.10 18:43

2
Etwa 7 Wochen zuvor

Benjamin, der von vielen nur Ben genannt wurde, hielt sich aus dem Affekt heraus direkt die Nase zu, als die Kollegen des SEK's die Tür öffnete. Dieser Gestank war unerträglich und nur weil er ziemlich verschnupft war, konnte er es ertragen. Der Schnupfen hielt sich nun schon einige Tage, er hatte bereits einige Medikamente durch probiert, was blieb, war die verstopfte Nase. Vielleicht war es auch die Gewohnheit, die ihm nicht sofort die Sinne raubte, bei der Geruchskulisse die sich ihm bot.. Ben arbeitete nun schon seit 10 Jahren bei der Polizei, hatte es bis zur Mordkommission geschafft, bei der er nun als Ermittler tätig war. Er hatte schon eine Menge gesehen, aber das was er dort hinter der Türe erahnte, widerstrebte ihm es zu betrachten.
Hinter ihm breitete sich die Spurensicherung aus, einige Beamte waren damit beschäftigt, die Mitbewohner des Hauses zu besänftigen, die durch den Tumult mitten in der Nacht geweckt worden waren. Eine junge Kollegin aus Bens Abteilung begann mit der Befragung einiger verschlafen wirkender aber sehr erschrocken aussehender Bewohner und schrieb alles eifrig mit ihrem Laptop mit.
Ben schaute auf seine Armband Uhr. Wo blieb Hansen, wenn man ihn brauchte. Das Display seiner Uhr zeigte nach 5 an. Vor einer halben Stunde hatte er ihn angerufen und um sein erscheinen am Einsatzort gebeten.
Die Beamten von der Spurensicherung hatten bereits den Flur der kleinen Wohnung betreten. Ben ging hinterher, vorsichtig bedacht, keine Spuren zu verwischen. Er suchte nach einem Lichtschalter, als ihm grade noch rechtzeitig einfiel, sich die Latexhandschuhe überzustreifen. Er fand den Lichtschalter neben der Eingangstür auf Schulterhöhe. Das Licht tauchte den Raum in ein kühles Blau. Die blau gestrichenen Tapeten wirkten viel zu kalt für die stickige und moderige Luft hier im Flur. Die Wände waren mit verschiedenen Bildern geschmückt, hauptsächlich Poster von Drachen, die Feuer spuckten. Er hätte gerne ein Fenster geöffnet, stattdessen musste er noch weiter in die Wohnung hinein, hinein zur Ursache dieses unerträglichen Gestanks. Er beneidete etwas die Kollegen von der Spurensicherung, die allesamt einen Mundschutz trugen, doch aus Erfahrung wusste er, dass auch dieser keine richtige Abhilfe gegen so starke Gerüche war.
Draußen im Hausflur hörte er eine tiefe, für diese Uhrzeit viel zu laute Stimme, die nur von Hansen kommen konnte. Hauptkommissar Hansen hat den Weg also doch noch aus seinem Bett gefunden, dachte er zynisch und stellte sich vor, wie er gleich seine Laune an alle auslassen würde. Einen Vorgeschmack hatte er bereits davon am Telefon bekommen. „Bitte gehen sie wieder in Ihre Wohnungen, es ist noch früh, hier ist nichts zu sehen,.....Jonsa? Schicken sie die weg, ja? Ich hatte noch keinen Kaffee, sie wissen ja was das bedeutet.“ Seine Stimme war nun direkt hinter ihm. „Ah, da ist er ja.“ Ben fühlte sich zurecht angesprochen und drehte sich zu seinem Chef um. „So, Lorenz, was bringt sie dazu mich um diese unchristliche Uhrzeit aus dem Bett zu klingeln, meine Fresse, was ist das denn für ein widerlicher Gestank?“
„Moin, Chef.“ begrüßte Ben seinen Vorgesetzen. Dann schloss er die Wohnungstür. „Wir sind hier in der Wohnung von Claudia Höffner. Ein Nachbar hat sich über die Geruchsbelästigung beschwert und die Streife hat uns dann benachrichtigt. Die Bewohnerin sei schon seit einigen Tagen nicht mehr aus ihrer Wohnung gegangen. Da drüben liegt sie.“ Er deutete Richtung Schlafzimmer, in dem die Kollegen der Spurensicherung bereits ihrer Arbeit nachgingen.
„Na, Jung. Dann lass uns mal sehen.“ Damit ließ er Ben im Flur stehen und ging Richtung Schlafzimmer. Ben folgte ihm, dabei streifte sein Blick aufmerksam die Wohnung.
Die Wohnung wirkte aufgeräumt, Damenschuhe und Stiefel säumten eine Wand vom schmalen Flur, geradeaus ging es in die Küche, links war die Tür zum Wohnzimmer und rechts befanden sich zwei Türen, die vordere verschlossene Tür deutete er als Badezimmertür und die hintere führte zum Schlafzimmer.

In diesem Raum herrschte Chaos, Schranktüren aufgerissen und dessen Inhalt über den gesamten Boden verteilt. Licht kam von einem Deckenfluter, welches den Raum in ein etwas dunkleres, fast gelbliches Licht tauchte. Die dunkelroten Vorhänge waren zu gezogen. Dahinter konnte Ben bereits die Morgendämmerung erahnen.
In der Mitte des Raumes, von den Leuten der Spurensicherung fast komplett verdeckt,stand das Bett. Ben konnte ein nacktes Frauenbein erkennen, an dem eine Menge verkrustetes Blut klebte, das Bettlaken schwamm förmlich in einer Blutlache, die schwarz glänzte, trotz dass das Blut bereits getrocknet war.
Um etwas mehr von dem Szenario sehen zu können, musste Ben weiter in den Raum hineingehen. Er stellte sich in die Nähe des Fensters. Von hier konnte er erkennen, dass die, so wie es sehen konnte, recht junge und schlanke Frau mit ihren Armen an das Metallgitter gefesselt war. Die Fesseln bestanden aus Kabelbindern, die so fest zugezogen waren, dass die Haut darunter völlig fehlte und man an einem Arm bereits bis auf die Knochen sehen konnte. Beide Arme waren blutverschmiert und man konnte an den Oberarmen Hämatome erkennen, die auf dem ersten Blick Druckstellen einer Hand hätten sein können. Die Frau lag unbekleidet in einer eher unbequemeren Position. Tiefe Kratzer entstellten den leblosen Körper zusätzlich zu den Platzwunden im Gesicht. Die blutunterlaufenen Augen starrten an die Decke. Das Gesicht wirkte Schmerz verzehrt.

Ben wandte sich ab. Obwohl er nun schon so lange bei der Mordkommission arbeitete, ihm war jedes mal aufs neue unwohl beim Anblick einer Leiche. Da wirst du dich dran gewöhnen, sagte man ihm. Doch dem war nicht so. Was für eine Bestie hat ihr das nur angetan? Hansen riss ihn aus seine Gedanken, indem er mit seiner tiefen Stimme von einem Beamten der Spurensicherung Details zu diesem Fall in Erfahrung bringen wollte.
„Wir schätzen die Frau auf Anfang 20, normalgewichtig. Mögliche Todesursache, Genickbruch, Selbstmord können wir ausschließen.“ unterbrach der Mann seine Arbeit. „Sehr viele äußerlich erkennbare Gewaltmerkmale, man kann auch erkennen, dass sie sich wohl gewehrt haben muss. Wir haben unter Ihren Fingernägeln Gewebe sichergestellt.
„Sexualverbrechen?“ herrschte Hansen den Kollegen ungeduldig an.
„Wir haben einen Abstrich genommen und versuchen Spermien nachzuweisen. Vermutlich aber ja.“
„Wie lange liegt die hier?“
„Wir können den Todeszeitpunkt nicht genau festlegen. Es ist hier relativ warm im Raum, das könnte die Verwesung beschleunigt haben.“ Der Beamte zog sich seine Latexhandschuhe aus und griff nach einem neuen Paar. „So wie sie da liegt, würde ich auf einem Todeszeitpunkt von vor 4 Tagen tippen, genaueres sagen uns dann die Pathologen.“
„Danke, macht mal weiter. Wir gucken uns hier um ob wir noch was finden. Wo ist denn eigentlich Jonsa schon wieder?“ Hauptkommissar Hansen schaute sich suchend im Raum um und entdeckte den Beamten im Flur der kleinen Wohnung. Er gab Jonsa die Anweisung, nach Kontaktmöglichkeiten zur Familie der Toten zu suchen.
Ben konnte sich ein Grinsen grade noch verkneifen. Hansen verstand es gut, seinen Schützling Jonsa herum zu kommandieren, wie ein Herrchen seinen Hund. Dabei war es seine natürliche Art, alle seine Untergebenen in irgendeiner Form zu bevormunden. Der bereits in die Jahre gekommene Kollege Hansen war ein alter Hase bei der Mordkommission, der Ruhestand stand schon vor der Tür und man fragte sich schon, wer wohl seine Nachfolge antreten würde. Seine Arbeit wurde sehr geschätzt, seine holprige Art und Weise mit den Kollegen umzugehen, gehörte zu seinem Naturell. Hatte man andererseits ein Problem, konnte man jederzeit zu ihm gehen und traf auf ein offenes Ohr.
Auch Ben wollte sich in der Wohnung weiter umsehen und machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer. Irgend jemand hatte hier bereits das Licht angeschaltet. Das Wohnzimmer wirkte etwas staubig, ansonsten aber relativ aufgeräumt. Eine Couchgarnitur und ein kleiner Wohnzimmertisch waren neben einem schönen antiken Buffetschrank ansprechend aufgestellt. Ein paar Dekorationselemente, Drachenfiguren und Bücher in großer Auswahl, machten den Raum lebendig. Wie auch im Flur, schmückten hier Fantasie-Poster die in Erdtönen gestrichenen Wände. Ein kleiner, antiker Schreibtisch stand an der längsten Wand im Raum, an der auch ein TV Möbel aufgestellt war. Der Lüfter des Computers surrte leise. Erstaunlich, dass es ihm nicht direkt beim betreten des Raumes aufgefallen war, doch im Nebenraum war es sehr unruhig und auch Kommissar Jonsa hatte mittlerweile bei ihm im Raum seine Suche nach einer Kontaktmöglichkeit aufgenommen.
Der Monitor des Pc's war auf Standby geschaltet, doch der Rechner war tatsächlich an. Ben schaltete den Monitor an und entdeckte ein weiteres Fantasiebild als Desktop-Hintergrund.
Jonsa hatte so ebend das Handy der Toten gefunden und suchte im Telefonbuch nach Nummern. Er fand die Informationen die er brauchte und ging damit zu Hansen, der sich nun um die unangenehme Aufgabe kümmern musste, die Angehörigen über den Mord zu unterrichten.

Ben widmete seine Aufmerksamkeit wieder dem PC zu. Auf dem Schreibtisch lagen einige Zettel auf denen einige Zahlen und Wörter aufgeschrieben waren, mit dem er aber nichts anfangen konnte. Er steckte die Zettel in einen durchsichtigen Plastikbeutel und markierte die Zettelsammlung mit seiner persönlichen Nummer und der laufenden Nummer 01. Er entdeckte ein Headset , das Mikro und Lautsprecherkabel steckte im Vorderteil des Rechners, es lag da als wäre es grade noch benutzt worden.
Zwei Programme waren noch geöffnet, eines blinkte unverkennbar in der Taskleiste. Er bewegte den Curser in die Taskleiste, um das Programm zu öffnen und sah ein Kommunikationsprogramm. In dem kleinen Fenster wurde Claudia Höffner offensichtlich vor 5 Tagen angeschrieben:
Die Verbindung wurde beendet.
"Anastasia, bist Du noch da?"
"Hallo?"

Er schaute sich das zweite Programm an, welches sich als Teamspeak entpuppte, einem Kommunikationsprogramm, bei dem man via Headset sich in einer Art Chat verbal unterhalten kann. Die Verbindung war unterbrochen, allerdings standen im unteren kleineren Fenster einige Informationen, die er mittels eines Screenshots sicherte, einem "Foto" des aktuellen Bildes des Monitors. Er zog sich die Information auf seinen USB-Stick und suchte Hansen auf, um ihm von seinen Entdeckungen zu berichten. Er hatte die Hoffnung, einen Zeugen im Teamspeak zu finden. Aus diesem Grund, beabsichtigte er, den Rechner mit aufs Revier zu nehmen.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Nelly am 05.11.10 6:37

Schönen guten Morgen Hexe zwinker
Oh. Bei dir geht es ja schon weiter, tut mir wirklich leid. Das hätte ich jetzt beinahe übersehen. Ich werde mich bemühen, dir heute Abend noch ein FB zu hinterlassen. (Menno. Ich hoffe du willst meine Meinung überhaupt hören.. haha ) Und spätestens Morgen habe ich dann wirklich Zeit.

Lg.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Krümelmonster am 05.11.10 6:47

Hey, bei dir sind ja schon zwei Kapitel online. smile Ich war eine Zeit lang nicht im Forum weil ich gerade ziemlichen Stress mit meinen Abgaben habe aber werde versuchen dir in den nächsten Tagen auch ein kleines FB zu hinterlassen. (Erwarte aber nichts all zu großes oder geniales haha )

Einen schönen Tag wünsche ich dir noch. zwinker
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 05.11.10 15:16

Huhu Ihr 2 :)
Bin auf Euer Feedback sehr gespannt, eine Zuleserin hab ich ja schon, die war schonmal begeistert, sie fand nur den Übergang zwieschen beiden Kapiteln etwas zu hart. Anders ausgedrückt sollte ich etwas mehr markieren, welcher Schauplatz grade aktuell ist. Ich hatte mir dann überlegt eine Ortsangabe zu machen, wie Hamburg, 7 Wochen zuvor.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 06.11.10 14:12

3
Alondiil, heute

Anmutig bewegte sich die kleine Elfe, mit den silberig schimmernden, langen Haaren und dem fast durchsichtig erscheinendem, hautengem Gewand durch die Wälder von Drachtenburg. Sie zückte hier und dort ihren Zauberstab, um die kleinen Tiere, Käfer, Schlangen und merkwürdig aggressive Pflanzen mit einem gezielten Feuerball aus ihrem Leben zu reißen. Die Beute sammelte sie graziel auf, um sie in Ihren Rucksack zu verstauen. Eine frische Briese bewegte die Sträucher und Äste in ihrer Umgebung, aus der Ferne hörte man die Balzgerräusche von einigen Tieren, in den Baumwipfeln zankten sich einige Vögel.
Die Idylle wurde jäh unterbrochen, einige Käfer flüchteten ins Dickicht und die Reptilien schlängelten sich ins Unterholz, als Silberhauch die donnernden Hufe eines Pferdes heran nahen hörte. Sie hielt inne, versuchte die Richtung zu bestimmen und entdeckte weiter vorne eine Staubwolke die schnell auf sie zu kam.
Ein schwarzes, in Platten gehülltes Streitross, trug seinen Besitzer direkt vor die etwas erschrocken aussehende Elfe. Es stieg auf seine Hinterbeine, schnaubte und wieherte. Silberhauch lachte und winkte ihm zu.
"Hallo edler Herr, müßt ihr mich so erschrecken?" sie musterte den Ritter in seiner gold schimmernden Rüstung neugierig.
Dieser hob sein Visier an und grüßte.
"Oh, verzeiht, Silberhauch" er lächelte. "Ich wollte Euch nicht erschrecken."
Sie entdeckte den Namen über seinen Kopf schweben, Markus hieß er, da drunter stand auch seine Gildenzugehörigkeit. Die Gilde Faktum war eine der größten und mächtigesten Gilden auf Alondiil. Sie hatte sich dort schon länger angeschlossen, seine Gilde kannte sie nur von den nervigen Gildenwerbungen im Worldchat, Kampfzwerge nannte sie sich.
"Hauptsache ihr nehmt mir jetzt nicht meinen Levelplatz weg." zwinkerte sie ihm fröhlich zu.
"Wie könnte ich das einer so hübschen Lady nur antun. Paßt auf Euch auf." er hob seine Hand zum Gruße "Gehabt Euch wohl." Er zerrte seinem Ross an den Zügeln, so dass es empört aufstieg und etwas wütend aufschnaubte. Dann drückte er seine rüstungsbeschienten Beine in die Flanken des Tieres, welches wiehernd davon preschte.

Endlich war es wieder ruhig im Wald von Drachtenburg. Langsam ging die Sonne unter. Die Käfer trauten sich wieder aus den Büschen heraus und Silberhauch beschloß sich zu beeilen, ihre Gilde rief sie, ihre Fähigkeiten als Magier wurden für eine Instanz benötigt.

Silberhauch ritt auf ihrem weißen Pegasus zum Dorf zurück. Dort bekam sie ihren Lohn für die vergangenen Arbeiten, die sie von verschiedenen Dorfbewohnern erhalten hatte. Überwiegend Felle und Käferpanzer mußte sie einsammeln, aber auch ein paar Samen für den Kräuterkundigen im Dorf. Die Belohnung dafür fiehl, wie zu erwarten, mickrig aus. Sich darüber zu ärgern war genauso sinnlos, wie zu erwarten, dass der ansässige Rüstungsschmied für ihre gefundenen und schon stark verrostete, alten Rüstungsteile, ihr eine ordentlich Summe Gold bot. Dafür aber war er sehr milde und reparierte einen Riß in einem ihrer Schuhe, welchen sie sich an einem dornigen Gebüsch zugezogen hatte, für einen fairen Preis.

Langsam versammelten sich die Gildenmitglieder auf dem Stadtplatz. Es war eine bunt zusammen gemischte Gruppe. Wie man es von der Gilde Faktum erwartet hätte, war der größte Teil der Gruppe bestens ausgerüstet. Nicht nur, dass sie die beste Rüstung hatten, sie hatten diese auch noch veredelt. Eindrucksvoll sahen ihre Rüstungen auch aus, hochglänzende Schulterschützer, polierte Waffen und Roben aus den feinsten Materialien, verschafften den Helden ein hohes Ansehen auf Alondiil.
"So, was fehlt uns denn noch? Wir haben 2 Heiler, 3 Mages und 4 PDD's." unterrichtete ein Schurke die Gruppe. "Nen Tank wäre doch super, oder?"
"Es sei denn Silberhauch tankt mal wieder." witzelte ein Kundschafter, mit ziemlich blauen Haaren.
Silberhauch schüttelte energisch ihren Kopf, ihre langen Haare wirbelten dabei leicht wie eine Feder herum, so dass es scheinbar eine Ewigkeit dauerte, bis sie sich wieder beruhigten.
"Nein, nein, das macht nen Tank, ich such mal einen." lächelte sie. Dadurch, dass sie schon sehr lange mit der Gilde Faktum unterwegs war, hatte sie mittlerweile das Potenzial, kleinere Abenteuer zu führen, doch für das jetzige Vorhaben, war ein Ritter, der von allen nur Tank genannt wurde, mit seiner Fähigkeit die Monster an sich zu binden, wesentlich besser geeignet. Silberhauch durchblätterte ihr schlaues Büchlein, in dem all ihre Freunde aufgelistet waren. Sie schrieb einige Ritter an, mit denen sie schon mehrfach einige Abenteuer bestritten hatte, doch von jedem bekam sie eine Absage, einige waren schon Unterwegs und andere mußten auf ihre Gilde warten. Silberhauch seufzte. Das war meistens so. Ritter waren begehrenswerte Menschen und leider auch Mangelware. Der Gildentank war nicht da und schon brach alles zusammen.
Silberhauch holte tief Luft und rief in die ganze Welt nach einem Ritter.

[Markus] flüstert: Hallo Silberhauch, ihr sucht nach einem Tank? Darf ich Euch zu Diensten sein?

"Ich hab einen!" jubelte Silberhauch und lud den Ritter Markus in die Gruppe ein. "Dann würde ich vorschlagen, wir legen los, oder?" Sie zauberte ein Portal, welches in die Dämonenhalle führte, einer Herausforderung, die nun bezwungen werden sollte. Alle Gruppenmitglieder betraten das Portal und fanden sich am anderen Ende in einer düsteren Welt wieder. Eine kleine Magierein schaute sehr erschrocken, so tief war sie noch nie in dieser Welt vorgedrungen.
Die Dämonenhalle war eher eine Höhle in einem Vulkanhügel und war dunkel und sehr heiß. Ein Lavastrom floß mitten durch die Dunkelheit und überall tropfte Lava von den Wänden, so dass man außpassen mußte sich nicht von den Tropfen treffen zu lassen. Eine feindliche Patroulie lief ihre Runden, um Eindringlinge zu vertreiben. Mit ihren fiesen Fratzen und scharfen Klauen drohten sie der Gruppe.
"Hab keine Angst, Mynica." versuchte Silberhauch die kleine Magierin zu beruhigen."Wir gehen jetzt in die Höhle hinein. Wie man kämpft, hast Du ja bereits gelernt. Ich möchte Euch nur bitten, alle ins Teamspeak zu kommen."

[Markus] flüstert: Welch angenehme Stimme ihr habt ;-)
Du flüsters zu [Markus]: Vielen Dank, der Herr. :)
[Markus] flüstert: Oh, nicht dafür, ich bin nur ehrlich.

Souverän führte Markus die Gruppe durch den Dämonenhalle, er verstand seinen Job gut, konnte die Patroulien sehr gut an sich binden und auch der Rest der Gruppe wußte was jeder einzelne zu tun hatte, so dass diese Herausforderung zu einem Spaziergang wurde. Die einzelnen großen Bosse, die bekämpft werden mußen, lagen, ehe man sich versah, auf dem Boden. Die Belohnungen die sie dafür bekamen, fielen wie immer spärlich aus. Nur die kleine Magierin konnte das eine oder andere Rüstungsteil für sich gebrauchen und freute sich darüber. Nach der Dunkelheit war es wie Balsam für die Seele die warmen Sonnenstrahlen zu spüren die auf ihre Haut trafen, als sie die Höhle verlassen hatten.
"So, für mich war's das jetzt."sagte Silberhauch. "Ich muß gleich arbeiten." Sie verabschiedete sich von ihrer Gruppe und begab sich auf den Rückweg zu ihrem Haus.

[Markus] flüstert: Schade,müsst ihr wirklich schon los?
Du flüsterst zu [Markus]: Jupp, muß arbeiten.
[Markus] flüstert: Um diese Uhrzeit? Wir haben 21 Uhr.
Du flüsterst zu [Markus]: Ja, ich bin Kellnerin.
[Markus] flüstert: Hmm, dachte wir könnten noch eine kleine Herausforderung zusammen bestreiten. Wann sehe ich Euch wieder?
Du flüsterst zu [Markus]: Ich habe dich als Freund hinzugefügt, wenn ich nen Tank brauche, melde ich mich bei dir.
[Markus] flüstert: Hmm, na gut, dann wünsche ich Dir eine Gute Nacht :)
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Nelly am 07.11.10 21:13

So. Nun bin ich endlich auch dazu gekommen dir ein paar Zeilen zu hinterlassen. smile

widerstrebte ihm es zu betrachten.

Irgendwie hört sich dieser Teil von der Satzstellung her komisch an.

Eine junge Kollegin aus Bens Abteilung begann mit der Befragung einiger verschlafen wirkender aber sehr erschrocken aussehender Bewohner

Hm. huh? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass man gleichzeitig erschrocken und verschlafen aussehen kann. Ist mit 'Ben' eigentlich Benjamin gemeint?

sein erscheinen

Ich glaube das schreibt man groß.

Geruchsbelästigung

haha Das Wort ist irgendwie lustig.

Ben konnte ein nacktes Frauenbein erkennen, an dem eine Menge verkrustetes Blut klebte, das Bettlaken schwamm förmlich in einer Blutlache, die schwarz glänzte, trotz dass das Blut bereits getrocknet war.

Oh Gott! =S PURER HORROR! Unglaublich wie grausam das ist!

Die Fesseln bestanden aus Kabelbindern, die so fest zugezogen waren, dass die Haut darunter völlig fehlte und man an einem Arm bereits bis auf die Knochen sehen konnte.

Und es wird ja sogar noch schlimmer! Was mutest du mir hier nur zu. haha haha haha

Also ich finde die Wohnungsumgebung wurde gut geschildert. Und außerdem ist es wirklich spannend, muss ich sagen. Ich sehe gerade, du hast ja noch einen Teil gepostet. *freu* Werde gleich mal weiterlesen. zwinker

Achja, du hast noch vergessen den Header auszufüllen. Vielleicht könntest du das ja noch nachholen, weil das im Forum eigentlich alle so machen.

Liebe Grüße.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 07.11.10 21:58

Huhu Nelly, vielen Dank für Dein Feedback :-)
Ich werde direkt mal auf Deine Punkte eingehen zwinker
Benjamin, der von vielen nur Ben genannt wurde,...
Frage beantwortet? *g*

Eine junge Kollegin aus Bens Abteilung begann mit der Befragung einiger verschlafen wirkender aber sehr erschrocken aussehender Bewohner
Stimmt klingt merkwürdig, dachte das geht *lach* ich überlege mir eine andere Formulierung, genauso wie die anderen Formulierungsfehlerchen, danke dafür. Man ließt ja mehrmals drüber und verbessert dabei, da passiert mir das manchmal dass ich den Faden verliere und so ein murks dabei herauskommt.

Ben konnte ein nacktes Frauenbein erkennen, an dem eine Menge verkrustetes Blut klebte, das Bettlaken schwamm förmlich in einer Blutlache, die schwarz glänzte, trotz dass das Blut bereits getrocknet war.
Ich hatte an dem Kapitel noch ein bischen gefeilt und dabei wurd es noch bildlicher zwinker Wie macht Ihr das hier? Soll ich den Text editieren?

Header mach ich direkt fertig :)





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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Nelly am 07.11.10 22:15

Hexekati schrieb:Frage beantwortet? *g*

Huuuchhh.. :o Das hatte ich jetzt glatt übersehen. Dabei habe ich den Text doch extra zwei mal gelesen. Peinlich.

Hexekati schrieb:Wie macht Ihr das hier? Soll ich den Text editieren?

Huch. Da kann ich mich doch an einen Thread erinnern. *Such* Ach hier ist er ja.

Liebe Grüße und zum nächsten Kapitel versuche ich auch so schnell ich kann zu antworten. Dummerweise habe ich gerade einfach so viel Arbeit, sonst würde es schneller gehen.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 08.11.10 14:53

Ah, danke Dir :)
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  catetonic am 26.11.10 8:53

So. Hier nur mal kurz meine Meinung.

Mir gefällt dein Einstieg unheimlich gut. Du schmeisst uns in die Situation rein, hinterlässt aber nur Fragezeichen. Wer ist die Person? Warum ist sie tot? Wer hat sie ermordet? Was hat die Person mit der Toten zu tun?

Du erklärst viel und doch nichts und schreibst sehr flüssig. Wie es bei einer guten Mordgeschichte sein soll.

Bis zum nächsten Kapitel.

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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 27.11.10 23:31

Vielen Dank :)

Dann hier neuer Lesestoff:

4
Berlin

Jenny legte das Headset zur Seite.
"Ich bleib noch ein bischen online." grinste Tom, stand aber trotzdem auf, um Jenny einen Kuß zu geben, die sich bereits seufzend aus ihrem Schreibtischstuhl erhoben hatte.
"Schaust Du nachher nochmal nach Lena? Ich hatte vorhin den Eindruck, dass sie ein bischen erkältet ist. Morgen früh messe ich bei ihr noch einmal Fieber. Wenn sie heute Nacht hustet, kannst du ihr nochmal vom Hustensaft geben." Sie nahm Toms Hand und drückte sie, anschließend ging sie ins Badezimmer, kämmte sich ihre Haare und trug Eyeliner sowie Lipgloss auf.
Sie betrat wieder die Diele der kleinen Wohnung, in der Tom bereits auf sie wartete. "Sexy." flüsterte er ihr ins Ohr und legte seine Hände auf ihren Allerwertesten. Dann küsste er Jenny zärtlich. "Mach dich mal wieder für mich so hübsch." grinste er frech.
"Dummerchen, ich geh arbeiten, ich steh an der Theke, da muß ich doch etwas ansprechend aussehen, oder?" Sie lächelte ihm zu. "Bis heute Abend und zock nicht so lange."
Damit griff sie zu ihrem Mantel und verließ die Wohnung. "Ich liebe Dich, Maus." rief Tom ihr noch hinterher, doch er hörte bereits die Haustüre ins Schloss fallen.
Tom schaute noch kurz ins Kinderzimmer, in dem Lena schlief. Es war alles in Ordnung. Sie lag friedlich in ihrem Hochbett, umsäumt von ein paar Stofftieren, den kleinen rosanen Hasen Plömm liebevoll in ihren Armen haltend.
Tom beschloß sich noch ein Bier aus dem Kühlschrank zu holen, bevor er sich wieder an den Rechner setzte.
Er meldete sich im Teamspeak an, setzte sein Headset auf und öffnete die Flasche Bier. "Schön kühl", stellte er begeistert fest.
"Nabend zusammen." begrüßte er die anderen Mitspieler im Channel.
"Hi, Blue." wurde er begrüßt.
Eigentlich hatte er seine blauhaarige Kriegerin Bluemõon getauft, wurde aber von allen nur Blue genannt.
"Hast Du Lust Abgrund zu tanken?"
"Ich bin Krieger, kein Ritter."
"Hallo? Das schaffst Du doch wohl, gibt ja Krieger hier auf dem Server die das täglich machen."
Er stimmte zu, genehmigte sich noch einen Schluck Bier und loggte sich ins Spiel ein.
"Wo ist Silver?" wurde er von einem Mädel aus seiner Gilde gefragt. Er war mit seinem Charakter in einer anderen Gilde, wie seine Freundin, die es damals vorzog, eine aktivere Gilde zu suchen, da sie auf Grund ihrer ungünstigen Arbeitszeiten kaum eine Gruppeneinladung bekommen hatte. Er hatte Bluemõon immer noch in seiner ersten Gilde geparkt, wollte aber lieber in die Gilde seiner Freundin, denn auch er hatte den Wunsch, seinen Charakter etwas auszubauen. Er fand zwar immer wieder Random eine Gruppe, also mit Leuten die nicht alle aus einer Gilde stammten, teilweise völlig fremden Spielern, was ihm auch schon weiter nach vorne gebracht hatte, es reichte ihm aber trotzdem nicht, zumal er auch gerne mal wieder mit Jenny zusammen gespielt hätte.
"Sie ist arbeiten." antwortete er.
"Schade, wollte sie fragen, ob sie mich mal wieder irgendwo mitschleppt."
"Na, vielleicht morgen." Es ärgerte Tom etwas, dass Jenny's Charakter Silberhauch besser gestellt war, als sein eigener. Trotz ihrer geringen Onlinezeit, die vorwiegend Nachts, nach Feierabend war, und auch schonmal vormittags, bis Lena aus der Schule kam, war sie auf dem Server sehr beliebt. Vielleicht lag es auch an ihrer offnen Art, sie gab ihr Geld für Worldchat-Miete aus, die bezahlt werden mußte, um in diesem sich mitzuteilen. Das tat sie recht häufig, so dass man fast meinen konnte, dass der Worldchat ein zweiter Gildenchat war. Es war ja ihr Geld, mit dem sie das kaufte.
Irgendwann, so beabsichtigte er es, wollte er Jenny einen Heiratsantrag machen, er wollte die Beziehung mit der Heirat komplett machen und verspürte den Wunsch nach einem eigenen Kind und dann, so dachte er, würde die Spielerei vielleicht nicht mehr so exzessiv sein.
"Du kannst ja auch in den Abgrund mitkommen." schlug Tom vor.
"Nee, ich mag die Ini nicht." meinte sie dazu nur.
Tom zuckte mit den Schultern. Er konnte das irgendwie verstehen, die Instanz war schwierig, die Taktik, die einzelnen Bosse zu legen kompliziert Dafür lohnten sich die Belohnungen um so mehr, Materialien zum bauen einer eigenen Rüstung, verschiedene Grundrüstungen für alle Charakterklassen sowie das wichtigste im ganzen Spiel, Seelenmarken, eine spielinterne Währung, mit der unterschiedliche Sachen gekauft werden konnten, wie Schmuck, Rohstoffe und Rezepte, aber auch Waffen und Rüstungen, die es sonst nicht als Belohnung gab. Tom sparte mit seinem Charakter für ein neues Zweihandschwert und dazu fehlten ihm noch einige Marken.
Nach einigen Runden im Abgrund, beschloß er das Spiel für den Abend zu beenden und verabschiedete sich im Teamspeak von den anderen.
"Naja, kann man nichts machen. Aber ich hab schon nen neuen Tank, der hat wohl etwas Langeweile. Ich weiß nur nicht, ob der was taugt, kennst du den vielleicht? Markus heißt er." fragte ihn ein Mitspieler im Teamspeak.
Tom verneinte dies und beendete schließlich das Kommunikationsprogramm.
Er schaute noch ins Kinderzimmer nach Lena, da sie aber friedlich in ihrem Bett lag und schlief, ging er ins Schlafzimmer.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hyperia am 23.01.11 23:34

So. Ich habe es nun auch endlich mal geschafft deine Geschichte zu lesen und nachdem hier noch kein Kommentar steht, mache ich mich mal daran, meine Eindrücke zu beschreiben.

Auf mich wirkt diese Geschichte eher wie der Anfang eines ganzen Buches. Es ist dir gut gelungen, eine geheimnisvolle und düstere Atmosphäre zu schaffen.
Man möchte als Leser einfach weiter lesen, erfahren was dort passiert sein kann, was die näheren Hintergründe sind, an den Ermittlungen teilnehmen.

Deine Wortwahl ist wirklich gelungen, hat mir gut gefallen, denn sie ist relativ kurz und beschränkt sich nur auf das Wichtige, wird nie eintönig.

Liebe Grüße. zwinker
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 24.01.11 14:15

Vielen Dank, habe schon ein wenig weiter geschrieben und ja es soll eher ein ganzer "Roman" als eine Kurzgeschichte werden.

Freut mich, dass es Dir gefällt und spannend ist :)
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Gabriela am 25.01.11 20:36

Hallo, es freut mich, dass du uns hier eine Geschichte von dir präsentierst. Da habe ich mich gleich mal ans Lesen gemacht, bin aber bisher leider nur 3 Kapitel weit gekommen.

So viel kann ich jedoch schon sagen: Dein Schreibstil gefällt mir sehr gut. Vielleicht ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, auch wenn ich nicht genau erklären kann wieso, aber wirklich interessant. Die Szene die du beschreibst und die mysteriösen Umstände, das trifft genau meinen Geschmack.

Es regt einen wirklich zum nachdenken an, während man liest. Faszination des Schreckens. Da habe ich nichts zum Aussetzen gefunden. zwinker

Lg.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 25.03.11 11:01

Und wieder neuer Lesestoff zwinker

5
Hamburg, Morddezernat

Nach gut 2 Tagen hatte Hansen die ersten Berichte auf seinem Schreibtisch liegen. Ben hatte sich die Unterlagen grade in sein Büro geholt und studierte sie aufmerksam.
Die Einschätzung des Beamten der Spurensicherung am Tatort über den Todeszeitpunkt, war tatsächlich 5 Tage vor dem Auffinden der Leiche. Exakter Todeszeitpunkt: 20:50 Uhr (+/- 2 Stunden) stand in den Akten. Der Bericht der Gerichtsmedizin war, wie nicht anders erwartet, aufschlussreich. Die junge Frau starb an einem Genickbruch, zugefügt wurde ihr dieser, als sie bereits am Bett gefesselt lag. Vermutlich wehrte sie sich so stark, dass dem Täter keine Wahl blieb. Würgemahle am Hals sowie die Hämatome an den Oberarmen ließen darauf schließen, dass die Junge Frau gewaltsam ans Bett gefesselt wurde, sie muss kurzfristig Bewusstlos gewesen sein, der Täter hatte sein Opfer nicht geknebelt. Die forensische Serologie schrieb in ihrem Bericht, dass sie in ihrem Blut Spuren von Diazepam gefunden hatten, einem starken Beruhigungs- und Schlafmittel, welches normalerweise in der Anästhesie zur Prämedikation verabreicht wurde. Zudem gab es die Erkenntnis, dass Claudia Höffner vergewaltigt wurde. Man fand zwar keine Spermien mehr, was aber auch darauf schließen konnte, dass der Täter ein Kondom benutzt hatte, aber die Forensiker machten diesen traurigen Job täglich und kannten die Spuren, nach denen sie suchen mußten.
Die forensische Traumatologie stellte fest, dass die Schnitte von keinem Messer stammten, dafür waren sie viel zu grob. Es handelte sich vielmehr um eine etwas breitere und dickere Klinge.
Ben durchsuchte die Akte nach der Liste mit den am Tatort gefundenen Beweissstücken. Seine Nase begann wieder zu kribbeln und er angelte in seiner Jackettasche nach einem Taschentuch, um sich darin zu schnäuzen. "Verdammte Erkältung." fluchte er.
Er widmete sich wieder der Liste. Neben den Zetteln, die er sichergestellt hatte, waren auf dieser Liste die diversen Proben die der Leiche abgenommen wurden, ein Haar, was zwischen den Fingern der Toten gefunden wurde, einen Fußabdruck, den man im Vorgarten, in einem Beet nahe des Wohnzimmerfensters, gefunden hatte sowie den PC den Ben sichergestellt hatte. Die Analyse des Haars fand er in einem weiteren Bericht der Forensik. Es handelte sich hierbei um ein dunkles, männliches Haar. Wenigstens hatte man nun die Möglichkeit eine DNA-Analyse durchführen zu können, vielleicht war der Mörder sogar in einer Datenbank gespeichert. Weitere Spuren hatte man nicht gefunden, mit Ausnahme der Fingerabdrücke an der Türklingel und im Treppenhaus, die aber genauso gut von den Bewohnern im Haus stammen konnten. In der Wohnung fand man nur Fingerabdrücke der Toten. Ben vermutete, dass der Täter Handschuhe getragen hatte.
Sein nächster Ermittlungsschritt sollte der Einblick in die Vernehmungsberichte sein. Die Angehörigen der Toten, die Mutter, Großeltern und eine Schwester, hatten ausgesagt, dass Claudia Höffner eine sehr liebe und zuvorkommende Person gewesen war. Sie hatte keinen Lebenspartner, ging regelmäßig ihrer Arbeit, in einem örtlichen Schuhgeschäft nach, bei dem sie nie auffällig geworden war und hatte eine Freundin, die zugleich ihre Arbeitskollegin war. Bei ihrer Befragung sagte Mia Kretschowski aus, dass sie gelegentlich zusammen aus gingen, doch seit sie selbst mit ihrem Freund liiert war, schliefen die Kontakte etwas ein und beschränkten sich nur auf die Begegnungen auf der Arbeit. Ihre Mutter bedauerte allerdings zu tiefst, dass sie sich nicht mehr regelmäßig um Claudia Höffner gekümmert hatte, seit ihre ältere Tochter sie mit einem Enkelkind beschenkt hatte, widmete die Mutter nur noch ihr und dem Enkelkind die Aufmerksamkeit.
Die Zeugenaussagen der Nachbarn waren weniger Aufschlussreich. Einige Nachbarn kannten Claudia Höffner überhaupt nicht, da sie, laut Aussage, immer sehr ruhig gewesen war. Andere Nachbarn, mit denen sie häufiger Kontakt hatte, wunderten sich nur, dass es sehr still in Claudia Höffners Wohnung gewesen war, normalerweise hörte man immer Musik oder das TV-Gerät, auch schon mal bis spät in die Nacht. In der Mordnacht, so erinnerten sich die Anwohner, lief auch Musik, gegen 23 Uhr war es wieder leise und ein Nachbar meinte eine Tür gehört zu haben.
Das Fernbleiben auf der Arbeit fiel nicht auf, da Claudia Höffner Urlaub hatte und erst am Montag darauf wieder ihren ersten Arbeitstag haben sollte.

In der Asservatenkammer erhoffte sich Ben weitere Informationen und den Rechner der Toten ausgehändigt zu bekommen. Diese befand sich im Nebengebäude und er nutze den Weg um in der Kantine einen Imbiss zu essen. Es war schon nach 16 Uhr, die Auswahl der warmen Speisen war nur noch begrenzt, trotz dass die Mitarbeiterkantine bis 19 Uhr geöffnet hatte. Er genehmigte sich ein kaltes Baguette, belegt mit Käse und Ei und aß es unterwegs zur Asservatenkammer.
Ben putzte sich noch die Finger an seiner Serviette ab, als der diensthabende Beamte gelangweilt hochguckte. Solche Dienste hatte Ben immer gehasst, doch während seiner Ausbildung musste auch er hier stundenlang abhängen, ihm wunderte es nicht, dass der junge Mann unmotiviert war.
"Name und Dienstausweißnummer?"
"Benjamin Lorenz, 99 145" antwortete er.
"Abteilung?"
"Morddezernat. Ich bearbeite den Fall Claudia Höffner." antwortete er amüsiert über das Desinteresse.
"Aktennummer?"
"Nr. 2335 / 27.05"
"Hier ist ihr Ausweiss, bitte die Beweissstücke, die sie mitnehmen im Verwahrbuch gegenzeichnen."
"Ja, ich kenne mich aus."
Der junge Kollege schob Ben den Plastikausweis zu und drückte auf den Türsummer, die Verriegelung der Sicherheitsglastür wurde geöffnet, so dass Ben diese nun aufdrücken konnte.

Ben war immer wieder überrascht, dass er die Vorstellung eines staubigen, dunklen Kellers hatte, in dem es nach altem Papier und Staub muffte. Obwohl er schon so oft die Asservatenkammer während seiner Dienstlaufzeit betreten musste, hätte er eigentlich wissen müssen, dass dem nicht so war. Aber irgendwie brannte sich die Vorstellung ins menschliche Gehirn fest, dass ein Keller mufflen muss. Doch dieser Raum war hell beleuchtet und durch eine leicht surrende Klimaanlage mit einer konstanten Temperatur und Luftfeuchtigkeit versorgt, so dass es hier nicht nach alten abgestandenen Akten roch. Die hohen Metallregale standen bis zur Decke, vollgestopft mit Kisten, Aktenordner und Metallschalen. Betrat man zum ersten mal diesen Raum, war man zunächst überwältigt, von der Fülle aber auch von der Ordnung die hier herrschte. Jedes Regal hatte eine eigene Nummer. Das Asservatenbuch lag auf einem Schreibpult, an dem eine moderne Lampe montiert war, genauso wie ein Kugelschreiber. In diesem Buch wurden alle Beweißstücke aufgelistet, wann sie und wo sie eingelagert wurden, wer sie eingelagert hatte, wer sie wieder herausgenommen hatte und warum sie herausgenommen wurden.
Zunächst holte sich Ben die Information über den Lagerungsplatz der Beweißstücke und fand diese im hinteren Teil des Kellerraums in einem Gang aus Metallregalen. Auf Augenhöhe fand er seine Nummer und zog den kleinen Karton heraus. Dort fand er einige Sachen die die Kollegen aus der Wohnung sicher gestellt hatten, auch seine Tüte mit den Zetteln, die er auf dem Schreibtisch gefunden hatte. Der Computer stand direkt neben der Kiste, nebst Tastatur und externer Festplatte. Die Tastatur ließ er im Regal liegen, den PC und die flache schwarze Festplatte jedoch, beabsichtigte er in sein Büro mitzunehmen.
Ordnungsgemäß trug er die Beweißstücke aus dem Verwahrbuch aus, zeichnete es mit seiner Dienstausweißnummer und Unterschrift gegen und verließ die Kammer wieder.

Es war bereits nach 17 Uhr, als er wieder in seinem Büro zurückkehrte, die Sonne stand ungünstig. Ben ließ das Lammellenrollo herunter, um nicht geblendet zu werden. Dann zog er sich Handschuhe an und öffnete vorsichtig den Plastikbeutel, legte die Zettel auf eine Einmal-Unterlage aus Papier und schob die Zettel vorsichtig mit einer Pinzette auseinander.
Die Zettel waren mit unterschiedlichen Stiften beschrieben. Alle wiesen auf dem ersten Blick die selbe Handschrift auf, mal auf die Schnelle geschrieben und mal in schöner Frauenhandschrift. Eine Menge Zahlenkombinationen und für ihn zusammenhangslose Wort- und Buchstabenkombinationen.

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Ben runzelte die Stirn. Er drehte und wendete die Zettel, die teilweise beidseitig beschrieben worden waren und versuchte irgendeinen Sinn daraus zu erkennen. Ein Zettel hatte einen Abdruck einer Kaffeetasse, ein weiterer war anscheinend aus einem Notizblock herausgerissen. Manche Zahlen und Buchstaben waren verschmiert, einige wiesen Segelohren auf.
"Verdammt!" entfuhr es ihm.
Er stand seufzend auf und ging zum Fenster. Er stellte die Lamellen des Rollos grade, die Sonne blendete immer noch, durch das schräg gestellte Fenster kam warme Luft herein und es roch bereits nach Sommer. Für Ende Mai nichts ungewöhnliches, doch war es ein wenig befremdlich, da es die letzten Tage eher kalt waren und man noch geheizt hatte. Das Wetter nutzten einige seiner Kollegen aus, einige hatten grade Feierabend und liefen zu ihren Autos auf dem nahe gelegenen Parkplatz. Doch daran konnte Ben nicht denken. In seinen Gedanken schwirrten nur die Zahlen und Buchstaben, denen er einen Sinn geben wollte.

Plötzlich klopfte es an der Tür.
Ben, in Gedanken versunken, erschrak, sammelte sich und ging zur Tür, um diese zu öffnen. Hansen grinste ihn breit an.
"Na, lebst du noch?"
"Ja, ich brüte hier über Beweisstücke im Fall Höffner." erklärte Ben.
"Lass mal gut sein, komm, ich hab Hunger ich könnte ne Bratwurst vertragen." Normalerweise wäre Ben sofort mit Hansen mitgegangen, doch die Zettel ließen ihm keine Ruhe.
"Danke, nein. Ich muss noch etwas nachprüfen."
"Lass doch mal Arbeit, Arbeit sein, tot is se doch schon, da kannste nichts mehr machen." donnerte Hansen. "Und vergiss nicht, morgen ist TS, da musst du schon länger machen, also gönn dir mal was. Nich, dass du so wie ich endest, Frau durchgebrannt, Kinder aus dem Haus und trotzdem keine Kohle in der Tasche. Aber für ne Bratwurst reichts noch, ich lad dich sogar ein."
Gedankenverloren starrte Ben seinen Vorgesetzten Hansen an.
"Was? TS?" fragte er und als wenn er einen Geistesblitz hatte, fragte er mit wesentlich mehr Enthusiasmus direkt noch einmal: "TS?"
"Ja, Team-Sitzung, wie jeden letzten Freitag im Monat. Immer um 19 Uhr,..."
"Ich weiß was TS heißt." unterbrach Ben ungeduldig seinen Chef. "Und jetzt weiß ich auch, was da auf den Zetteln steht. Danke Chef, ich wünsche einen schönen Abend."
Hansen schüttelte den Kopf. "Jung, übertreibs nicht, mach nicht so lange."
"Nein Chef, werd ich nicht."
Aufgeregt lief er wieder zum Schreibtisch und betrachtete erneut die Zettel.

6
Berlin

Es goss in Strömen, dabei war es widerlich warm, viel zu warm, so dass die regennasse Strasse in der Dunkelheit dampfte. Die Uhr auf dem Armaturenbrett in Jennys Auto zeigte 3:45 Uhr an. Zum Glück war es, dank des schönen Wetters am Abend, leer gewesen, scheinbar lockten die Biergärten mehr als ein stickiger Club am Rande der Stadt und der Chef beschloss, das Tanzlokal früher zu schliessen. Die übliche Kundschaft, war, auf ein minimum reduziert, etwas widerwillig gegangen und nachdem Jenny mit der Thekenmannschaft die drei Bars im Club gesäubert, die Zapfanlage gereinigt und die Kühlschränke wieder aufgefüllt hatten, wurde ihnen der Lohn für den geschafften Abend in die Hand gedrückt.
Die Scheibenwischblätter schrappten über die Windschutzscheibe, es war dringend nötig wieder ein paar neue anzubringen, im Radio lief ein Song von den Puhdys und das Licht der Ampel blendete Jenny, als es endlich auf grün umsprang und sie weiter fahren konnte. Sie konnte bereits das Licht der Tankstelle sehen, ihr Etappenziel vor der Heimfahrt.
"Och nein, Nachtschalter." seufzte sie und schnallte den Sicherheitsgurt ab, um auszusteigen. Zum Glück war die Tankstelle komplett überdacht, so dass sie nicht nass wurde, um zum Nachtschalter zu gelangen. Bis auf drei junge Männer, die an der Tankstelle parkten und laut Musik abspielten, war die Tankstelle menschenleer.
Eine gelangweilte Frau saß an ihrem Arbeitsplatz und blickte kaum von ihrem Sudoku-Heft auf, sondern fragte ins Mikro was Jenny haben wollte.
"Eine Paysafecard für 50 € und eine Lama Big-Box"
Die Frau erhob sich schwerfällig zum Zigarettenregal und nahm die bestellte Marke heraus, dann ging sie an den Computer-Terminal, um einen Beleg der Paysafecard auszustellen.
"56€"
Jenny gab ihr das Geld, wünschte der guten Frau einen schönen Abend, obwohl sie sich sicher war, dass sie sich dafür überhaupt nicht interessierte, denn sie hatte sich schon längst wieder ihrem Sudoku gewidmet.
Jenny gähnte, stieg ins Auto und startete ihren Twingo. Die Windschutzscheibe beschlug, trotz dass die Lüftung auf Stufe 3 eingestellt war. Der Regen war wirklich hartnäckig und wollte nicht aufhören. Aber sie wollte sich nun nicht den Abend verderben, mit diesem Mistwetter. Sie angelte in ihrer Handtasche nach der Schachtel Zigaretten und nutzte die Gelegenheit, die die rote Ampel ihr bot, sich eine Zigarette anzuzünden. Sie kurbelte ihr Fenster herunter und blies den Rauch durch das Fenster. Dabei ignorierte sie die Regentropfen, die durch das geöffnete Fenster ihre Hand berührten.
Gedankenverloren starrte sie die rote Lampe der Ampel an und verpasste die grüne Farbe, als es hinter ihr hupte und kurz danach laut krachte. Erschrocken von dem Aufprall, schaute sie in den Rückspiegel, sie sah beleuchteten Qualm aufsteigen, ein widerlicher Geruch breitete sich rasant aus. Typischer Unfallgeruch, nach Öl und Benzin riechend. Zitternd öffnete sie die Fahrertür und stieg aus. Ihr Herz schlug bis zum Hals und sie war den Tränen nahe, als der Fahrer sich in drohender Haltung und wild gestikulierend ihr näherte und sie beschimpfte.
"Blöde Kuh, was soll denn der Scheiss?"
"Beruhigen sie sich, was fahren sie überhaupt so schnell? Die Straßen sind nass und rutschig."
"Das ist noch lange kein Grund hier auf der Strasse zu parken." schimpfte der Mann, "Ich rufe jetzt die Bullen."
"Ja, tun sie das. Das wird wohl das beste sein." Sie seufzte. Jenny lief zum Kofferraum, oder eher zum Ort, wo er sich hätte befinden müssen. Total deformiert und ineinander geschoben bis zur Rückbank. Verärgert darüber, dass ihre kleine Knutschkugel nun Geschichte war, wandte sie sich wieder dem Mann zu, der bereits sein Handy gezückt hatte und eine Verbindung zum Polizeinotruf hergestellt hatte. Als er das Gespräch beendet hatte, klärte er Jenny auf, dass die Polizei 15 Minuten bräuchte um vor Ort zu sein.
"Jetzt schauen sie sich meinen Wagen an." wetterte der Mann mit kräftiger Statue und dunklen Haaren, die sich nass um sein, mit dunklen Augenringen besetztem, Gesicht lockten. "Der hätte nur noch 2 Jahre halten müssen, ich kann mir jetzt keinen neuen Wagen leisten." Der Fiesta sah wirklich mitgenommen aus. Grauer Qualm quoll aus der aufgebeulten Motorhaube, ein Ölfleck hatte sich bereits unter dem Fahrzeug gebildet. Das Licht der Strassenlaterne schillerte lila und orange in der ölverschmierten Straße. Sein Auto hatte sich richtig in Jennys Wagen verkeilt.
"Ja, was soll ich denn sagen?" empörte sich Jenny. Aber sie winkte ab. "Ach ich will mich nicht mit ihnen streiten. Das wird die Polizei gleich klären."
Der schätzungsweise 40 jährige Mann, der anscheinend keinen großen Wert auf sein Äusseres legte, was der Stoppelbart und die wild gewachsenen Augenbrauen, die sich in der Mitte seiner Stirn berührten, sowie der Jogginganzug, den der Mann trug, vermutlich nicht den ersten Tag, bezeugten, lief unruhig die Strasse auf und ab, fluchte dabei verärgert und kickte eine weggeworfene Saftpackung vor sich her.
Für einen Moment dachte sie daran, Tom aus dem Bett zu klingeln, verwarf diesen Gedanken aber wieder. Ihn jetzt zu wecken würde ihn nur beunruhigen. Sie hatte ja ihren gemeinsamen Wagen und es würde am nächsten Morgen schon genug Probleme geben. Leihwagen abholen, nach einem neuen Fahrzeug umsehen, den schönen Twingo in die Werkstatt schaffen, all diese Dinge die so lästig waren, dass Jenny davon jetzt bereits Kopfschmerzen bekam. Jenny kramte in ihrer Handtasche nach einer weiteren Zigarette und ihrem Feuerzeug, doch der immer noch andauernde Regen vereitelte ihr das Vorhaben, ihre Bronchien zu quälen. Die Zigarette sog sich voll Wasser und wurde unbrauchbar. Verärgert schmiss sie die durchnässte Kippe auf den Boden und trat die Restglut aus.
Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte sie endlich das blaue Licht des Streifenwagens erkennen, welches sich auf der nassen Strasse spiegelte.
"Na, endlich kommen diese Schlafmützen." schimpfte der Mann. "Jetzt werden sie ihr blaues Wunder erleben." als Bestätigung hob er seine Faust in Jennys Richtung.

Eine junge Beamtin stieg aus der Tür Beifahrerseite, und setzte sich ihre Mütze vorschriftmässig auf. Sie zog sich ihren Hosenbund zurecht und griff an das Armaturenbrett, um sich ihren Notizblock und den Block mit den Vordrucken für die Unfallaufnahme zu nehmen. Der ältere Kollege stieg auf der Fahrerseite aus, er trug allerdings bereits seine Mütze, zog aber direkt seinen Dienstausweis, um sich bei Jenny und den anderen Mann vorzustellen.
"Guten Morgen" grüsste er.
"Guten Morgen, mein Name ist Markus Grimmberg, diese Frau hier hat gepennt."
"Ah, ja, dann ist der Twingo ihrer? Fahrzeugschein, Personalausweis und Führerschein bitte."
"Nein, nein, meiner ist der Fiesta, die da ist einfach stehen geblieben" Markus kramte in seiner Brieftasche herum, um die angeforderten Dokumente vorzuzeigen. Auch Jenny suchte ihre Ausweise zusammen. Die Polizistin nahm alles entgegen und schaute sich die Daten an.
"Also sind sie hinten drauf gefahren." stellte der Beamte fest.
Verärgert schüttelte Markus Grimmberg seinen Kopf. "Die fuhr ja nicht, die Ampel war lange grün."
"Das stimmt nicht." warf Jenny ein.
"Na schauen wir uns mal den Unfallort an. Bleiben sie bitte hier am Strassenrand stehen."
Der Beamte holte aus seinem Kofferraum ein Messinstrument, mit dem er die Bremsspur elektronisch ausmessen konnte. Jenny hörte die Beamtin bereits nach einem Abschleppdienst telefonieren und beobachtete, mittlerweile völlig durchnässt, fröstelnd, das treiben des Polizisten. Er mass ganz genau die Bremsspur aus, machte sich Notizen auf dem Protokoll, welches seine Kollegin ihm gegeben hatte, notierte den Schaden, den beide Fahrzeuge aufwiesen und kam dann zu den beiden wieder zurück.
"So, Herr Grimmberg, so wie es aussieht waren sie viel zu schnell unterwegs. Die Bremsspur ist viel zu lang, da haben sie wohl geschlafen." er wandte sich Jenny zu. "Frau Bremer, sie brauchen sich keine Gedanken zu machen, sie trifft keine Schuld."
Erleichtert atmete sie auf. "Das beruhigt mich"
"Kann ja wohl nicht, jetzt kommt die Schlampe hier auch noch so davon."
"Moment, moment, das reicht." entgegnete der Polizist Grimmberg mit lauter Stimme. "Beleidigen lassen braucht sich hier niemand. An ihrer Stelle wäre ich jetzt ruhig, damit es nicht noch eine Anzeige wegen Beleidigung hagelt."
"Ja, sicher, immer auf die armen Leute, die die keine Kohle haben, immer her damit. Lächerlich, wirklich lächerlich." äußerst verärgert trat er gegen seine Radkappe, die sich nun klirrend von der Felge löste und laut scheppernd auf dem Boden fiel.
"Ich würde sie bitten, Ruhe zu bewahren." bat die Polizistin den aufgebrachten Grimmberg. "Das bringt ja nichts, wenn sie sich aufregen."
"Ich rege mich aber auf. Ich habe keine Kohle mir ein neues Auto zu kaufen, und so wie meine Karre hier steht, ist es ein Totalschaden. Sag das mal den Deppen vom Arbeitsamt, dass Du auf nen Wagen angewiesen bist. Die rücken nichts raus. Und nun bekomme ich von der Versicherung nicht mal nen Scheiß dafür."
"Ich verstehe ja ihren Kummer." versuchte die Beamtin ihn zu beruhigen.
"Einen Scheiß kannst Du." schrie Markus aufgebracht.
Die Beamtin schüttelte leicht genervt ihren Kopf. Sie hob beschwichtigend ihre Hand. "Ich verstehe Sie, aber das bringt doch jetzt nichts."
"Lass gut sein, Mariola, der regt sich schon ab." mischte sich der Polizist nun auch ein.

Nach einer gefühlten Ewigkeit spiegelte sich endlich das gelbe Blinklicht des Abschleppwagens, in den Pfützen des immer noch nicht enden wollenden Regens. Jenny ging zu ihrem Wagen, mittlerweile völlig durchnässt und frierend, um ein paar Wertgegenstände aus ihrem Twingo zu retten. Das Bedienteil ihres Autoradios, ihre Handtasche und den Kindersitz. Dann ließ sie zu, dass der Abschleppwagenfahrer, ihren Wagen auf den Anhänger zog.
Markus Grimmberg hatte auch seine wichtigsten Sachen aus seinem zerstörten Wagen geborgen. Jenny konnte eine Zeitschrift erkennen, irgendwie kam sie ihr bekannt vor, konnte aber nicht einordnen, wo sie diese bereits gesehen hatte, es war definitiv keine dieser schmierigen Blättchen, da war sie sich sicher.

Endlich hatte der Alptraum ein Ende. Markus Grimmberg hatte sie weiter wüst beschimpft, aber irgendwann schien er wohl müde zu werden und wurde ruhiger. Dann verschwand er, ob er in ein Taxi stieg oder sich zu Fuß von der Unfallstelle entfernte, vermochte sie nicht mehr zu sagen. Sie war froh und hoffte ihn nie wieder sehen zu müssen. Jenny wollte nur noch nach Hause. Es war mittlerweile nach 7 Uhr in der Frühe und Jenny suchte sich ein Taxi, um nach Hause zu fahren. Es war zwar nicht weit und sie hätte sicherlich auch laufen können, fünfzehn Minuten Fußweg, dass wusste sie wohl, aber ihr fehlte die Kraft, diese kurze Strecke zu bewältigen, sie wollte nur noch ins Bett.

Zu Hause wartete Tom schon auf sie und sie warf sich sofort schluchzend in seine Arme.
"Was ist los? Was ist passiert?"
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Juice Lee am 22.04.11 10:55

Da sind ein paar kleine Tippfehler drinnen, die mir selbst beim durchlesen auch NIE auffallen. Ich bin da immer dankbar, wenn mir die Fehler dann irgendjemand mitteilt. smile

kurzfristig Bewusstlos
schreibt man glaube ich klein.

musste auch er hier stundenlang abhängen, ihm wunderte es nicht,

"Lass doch mal Arbeit, Arbeit sein, tot is se doch schon, da kannste nichts mehr machen." donnerte Hansen. "Und vergiss nicht, morgen ist TS, da musst du schon länger machen, also gönn dir mal was. Nich, dass du so wie ich endest, Frau durchgebrannt, Kinder aus dem Haus und trotzdem keine Kohle in der Tasche. Aber für ne Bratwurst reichts noch, ich lad dich sogar ein."
Ich weiß jetzt nicht so recht, ob das Dialekt ist oder nicht. Wenn es so ist, würde ich nicht dauernd zwischen Dialekt und Nicht-Dialekt wechseln. Und noch eine kleine Anmerkung am Rande: Dieser Hansen ist ja wirklich sehr motiviert. Genau so stellt man sich einen Polizisten vor, zumindest wenn man den Klischees traut.smile


So, soweit hierzu. zwinker Zu den vergangenen Kapiteln haben meine Vorposter ihren Senf ja schon dazu gegeben, habe sie jetzt auch nochmal durchgelesen. Werde aber nur mal kurz aufschreiben, was ich von deinen neuen Kapiteln allgemein so halte.

Alles in allem liest sich deine Geschichte sehr flüssig, ich fand sie auch interessant und du hast mich zum weiter lesen animiert. Die Dialoge passen zusammen. Du beschreibst alles sehr schön detailliert und jede noch so kleine Handlung kann man sich gut vorstellen.

Krimi schreiben ist bestimmt nicht einfach, also nicht entmutigen lassen und ich hoffe meine Kommentare haben dir etwas dabei geholfen. Ein Krimi ist ein Rätsel und rätselhaft sollte es bis zum Schluss hin bleiben.
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Hexekati am 22.04.11 11:41

Danke Dir :)

Ja, es macht mir auch Spaß und ich versuche mir alles ganz genau vorzustellen. Es dauert manchmal ganz schön lange bis ich auch nur eine Seite zusammen habe, ich schreibe immer erst alles einmal gob auf und dann wird verfeinert.

Hansen ist ein bolleriger Typ, das wird man später noch mehr herausfinden. Dadurch, dass er halt seine eigene Art hat, pfeift er auch auch gewählte Ausdrucksweise, so ein Dialekt, sofern er wirklich einer ist ^^ rutscht ihm da einfach heraus. Ich hoffe das stört nicht, sonst überarbeite ich ihn etwas.

Ich habe den Text auch in meinem Gildenforum veröffentlicht, denn hauptsächlich ist er ja für meine Mitglieder geschrieben. Dort ist mein Gildencheffe so lieb und korrigiert mir meine Fehlerchen, bei mir hapert es mit der neuen Rechtschreibung, die ist gänzlich an mir vorbei gegangen^^ Bin aber trotzdem Dankbar über jeden Fehlerhinweis, auch Satzbau und Grammatik, etc und natürlich auch über Kritik.

Ich weiß nich nicht, was daraus mal werden soll? Verleger suchen? Keine Ahnung, ob das wer lesen will *g* Jedenfalls weiß ich wohl, dass wenn das mal öffentlicher als hier sein wird, dass ich den titel ändern muss, denn Game Over gibt es leider schon, obwohl das Buch, welches den Titel trägt, eher einen anderen Titel benutzen sollte, es geht in dem Buch um ein High-tech Hochhaus, in dem mysteriöser Weise Leute getötet werden. Aber wie es halt so ist, Game Over hat halt viele Bedeutungen :)

Danke Dir jedenfalls, für Deine Zeit hier zu lesen und Deine Worte dazu :)
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Re: Psychothriller: "Game Over"

Beitrag  Juice Lee am 24.04.11 7:33

Ja, es macht mir auch Spaß und ich versuche mir alles ganz genau vorzustellen.

Das ist auch echt wichtig. Ich habe schon oft irgend einen Mist gelesen, wo ich mir dann dachte "hää? wie ist der Sprung hier hin jetzt passiert?". Wo mit keinem Satz die Figuren und die Umgebung beschrieben wird, sondern alles aus Handlungen und Sprache besteht. Solche Geschichten sind meist gar nicht schön. dislike

Danke Dir jedenfalls, für Deine Zeit hier zu lesen und Deine Worte dazu :)

Hab ich doch gern gemacht, das Lesen macht ja auch echt Spaß. haha
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Re: Psychothriller: "Game Over"

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