Gesetz der Rache

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Gesetz der Rache

Beitrag  Silent am 25.05.10 13:45


  • Title: Gesetz der Rache
  • Genre: Drama / Horror
  • Main Characters: Clyde / Ethan Parker / Helen Parker
  • Chapters: 3
  • Rating: NC - 17
  • Summary: Sadistisches Psychospiel in welcher die Grenzen von
    Gut und Böse verschwimmen.
  • Notes:Mein zweiter Beitrag zum Forumschallenge
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Silent
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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  Silent am 25.05.10 13:56

Böses Erwachen

Übelkeit, ein säuerlicher Klumpen Schleim schnürte seine Kehle zu, lies ihn würgen, ihn nach Luft schnappen. Bitterer Geschmack lag auf seiner Zunge, trocknete seinen Rachen aus. Unerträglich war der Schmerz welcher hinter seiner Stirn pochte, ihm ein Gefühl vermittelte das sein Kopf jeden Moment in Tausend Stücke zerplatzen würde. Verschwommen war sein Blick, wirkte wie düsterer, matter Schleier vor seinen Augen welcher sich nur zögernd zu lichten schien.
Parker blinzelte, versuchte auf jene Weise die Nebel, welche seine Sicht trübten, zu verjagen. Benommenheit steckte in seinen Gliedern, doch als er versuchte sich aufzurichten, die Müdigkeit aus seinem Gesicht zu streichen, scheiterten seine Bemühungen.
Dicke, lederne Gurte fixierten seine Handgelenke, scheuerten auf seiner Haut. Ebenso waren seine Beine gefesselt. Selbst über Parkers Brust war einer jener Riemen gezurrt. Panik keimte in ihm auf, belebte seinen Körper mit neuer, von Furcht getriebener Kraft. Adrenalin pumpte durch seine Adern, putschte ihn. Mit aller Macht zerrte er an den Gurten, versuchte die Riemen, die ihn hielten, zu sprengen. Doch schon bald erlosch jener Versuch, wich der drückenden Erkenntnis hilflos an jener kalten, stählernen Pritsche gefesselt zu sein.

„Hilfe!“ wechselte Parker die Taktik. „Ist hier Jemand? Kann mich Jemand hören?“
Ein beklemmendes, unheimliches Zwielicht beherrschte den leer wirkenden Raum. Kein Licht, abgesehen von flackernden Monitoren, konnte Parker erkennen als er sich hilfesuchend umblickte. Verschwommene Schatten, welche auf groteske Weise zu Leben schienen, wurden dadurch erzeugt. Monoton piepsten mehrere Geräte, welche auf eigenartige Weise von den Wänden widerhallten.
„Hallo?!“ brüllte Parker in die ihm umgebende Düsternis. „Kann mich Jemand hören?“
Erneut zerrte er an den Fesseln, jedoch deutlich unentschlossener als vor wenigen Augenblicken. Kraftlos fiel sein Haupt auf die Pritsche zurück was der anfänglichen Übelkeit die Chance gewehrte mit neuer, heftiger Intensität zurückzukehren. Parkers Puls, wie Hammerschläge pochte er in seinen Schläfen, als würde man einen rostigen Nagel in seine Schädeldecke treiben. Der bittere, säuerliche Geschmack von Galle in seinem Mund ließ ihn laut Keuchen. Schweiß brach ihm aus, verschlimmerte sein Unbehagen. Ekelhafter Schleim sammelte sich in seiner Kehle, schnürte ihm den Atem ab bis sich der langsam angestaute Druck entlud. Aus Parkers Mund ergoss sich übelriechende Magensäure wie eine Fontäne. Doch, auf die Pritsche gefesselt, war es ihm nicht möglich alles auszuspucken. Sein Rachen füllte sich mit eigenem Erbrochenen, raubte ihm die Luft.

Todesfurcht machte ihn rasend, ließ ihn an den Gurten zerren. Ungestüm warf er sein Haupt von einer Seite auf die andere um den schleimigen Brei aus seinem Hals zu würgen. Vergebens. Parkers Lungen brannten wie Feuer, sehnten sich nach lebensspendenden Sauerstoff. Sein Teint nahm bereits bläuliche Züge an. Tränen schossen ihm in die Augen, während die rotunterlaufenen Äpfel aus ihren Höhlen zu springen schienen.
„Aber nicht doch“, wurde ein Schatten lebendig, löste sich aus der ihm umgebenden Düsternis, kam auf Parker zu. Unsanft rammte er dem im Todeskampf liegenden einen kleinen durchsichtigen Schlauch in den Mund, weit ihn den Rachen. Eine neuerliche Qual die Parker jedoch nicht mehr Interessierte. Luft, nur Luft war in sein Gehirn gebrannt, die plötzlich seine Lungen füllte.
„So“, zog die finstere Silhouette den Schlauch aus Parkers Hals, ließ ihn irgendwo neben der Pritsche verschwinden und tätschelte den nach Sauerstoff ringenden Mann fürsorglich im Gesicht. „Das hätten wir. Sie sollen doch nicht an ihrer eigenen Kotze ersticken.“
„Wo bin ich?“ brachte Parker mühevoll über die Lippen, versuchte die schemenhaften Konturen des Unbekannten zu erkennen. „Wer sind sie?“
„Zu ihrer ersten Frage“, zückte der Fremde eine kleine Stabtaschenlampe, riss Parker, mit der Zärtlichkeit eines Metzgers gegenüber seinem Schlachtvieh, die Augenlider auf und blendete in dessen braunen Pupillen, testete deren Lichtempfindlichkeit. „Ich wünschte, ich könnte ihnen sagen sie seien in Sicherheit. Das sind sie nämlich nicht!“
Kurz verschmolz der Unbekannte mit der Finsternis im Raum als ein klicken ertönte, grelle Lichter einer Operationslampe direkt über Parker aufflammte und den Gefesselten für Sekundenbruchteile die Sicht raubte bis sich seine Augen an die neue Helligkeit gewohnt hatten. Inzwischen war der Fremde wieder an ihn herangetreten, kontrollierte einen Tropf, in welcher eine klare Flüssigkeit über einen Schlauch langsam in die Venen Parkers flossen. Erst jetzt bemerkte er, das eine Nadel in seiner rechten Armbeuge steckte, ihn mit irgendwelchen Medikamenten voll pumpte. Erneut zerrte Parker an seinen Fesseln, protestierte still gegen die ihm missbilligende Behandlung.
„Was ist das für ein Zeug?“
„Zu ihrer zweiten Frage“, setzte sich der Fremde seitlich auf die Pritsche, stützte sich neben den Kopf Parkers ab, ignorierte die neuerliche Frage des Gefesselten und beugte sich mit triumphierenden Lächeln vor. „Im Augenblick bin ich Gott! Und sie sind meiner Gnade ausgeliefert.“
„Sind sie verrückt?“ zischte Parker durch zusammengebissene Zähne. „Machen sie mich los!“
„Aber nicht doch“, winkte der selbsternannte Gott ab, rutschte von der Pritsche. „Der Spaß beginnt doch erst. Und selbst wenn ich verrückt sein sollte, dann tragen sie die Schuld!“
„Ich?“ stutzte Parker, blickte zum Unbekannten empor, musterte ihn. Stahlblaue Augen, obwohl sie im Schatten des markanten, jungen Gesichts lagen, loderten in einem unnatürlichen Feuer. Ausdruckslos war seine Mimik. Nicht der Hauch einer Emotion war daraus zu lesen. Kein Zorn, keine Wut, keine Angst, weder Mitleid, noch Reue verformte seine Züge. Lediglich völlige Gleichgültigkeit beherrschte den Fremden. Ungewöhnlich Athletisch war sein Körper, ließen in den in die Jahre gekommenen Parker Zweifel aufkeimen ob er selbst in Vollbesitz seiner Kräfte den Mann, der vom Alter sogar sein Sohn hätte sein können, mit bloßen Händen überwältigen könnte. „Sollte ich sie kennen?“
„Keine Sorge Mr. Parker“, zuckte dessen Mundwinkel zu einem flüchtigen Lächeln. „Sie werden mich noch kennen lernen.“
„Sie kennen mich also“, stellte Parker fest, ging nicht auf die offensichtliche Drohung ein. „Dann wissen sie auch mit wem sie es zu tun haben!“
„Natürlich!“ fuhr der Unbekannte den Gefesselten an, schien für einen Moment die Fassung zu verlieren. Seine Stimme vibrierte in unheilvoller Tonlage. Rau, Hart, Trocken. „Und ob ich das weiß!“
„Meine Kollegen werden nach mir suchen.“
„Ach“, entlockte es dem Athleten ein selbstgefälliges Lächeln, während er an einen kleinen rollbaren Tisch im Hintergrund tritt, weiße Gummihandschuhe aus medizinischen Bestand überzieht und samt fahrbares Utensil zurückkehrt. „Sie spielen auf ihren Job an.“
Auf einem silbernen Tablett ruht ein grünes Tuch, welches der Fremde gemütlich ausbreitet und sich darin befindliches Operationsbesteck präsentiert.
„Lassen sie uns einmal nüchtern überlegen“, lässt er die kalte Klinge eines Skalpells im Licht der grellen Lampe über Parker blitzen. „Sie sind ein Cop. Waren auf dem Weg nach Hause. Und ihr Dienst beginnt erst Morgen wieder, etwa um Sieben.“ Ein flüchtiger Blick auf seine Armbanduhr. „Das heißt, die nächsten acht Stunden wird Niemand nach ihnen suchen.“
„Meine Frau...“
„Ach ja“, unterbrach ihn der Mann theatralisch mit einem Wink. „Ihre Frau. Da war doch was. Sie Entschuldigen mich kurz?!“

Der Mann verschwand in der Finsternis des Raums, nur um einige Sekunden aus dem Schatten zurückzukehren. Er war jedoch nicht allein. Der Unbekannte schob einen Rollstuhl vor sich her, auf der eine kleine hagere Gestalt kauerte. Die Arme waren mit Kabelbindern an die Lehnen fixiert. Der Mund geknebelt.
„Helen!“ platzte es aus Parker hervor, als er seine in Tränen aufgelöste Frau erkannte. „Was hast du Mistkerl mit ihr angestellt?“
„Aber Mr. Parker“, spottete der Fremde. „Duzen wir uns nun schon?“
„Lass meine Frau aus dem Spiel!“
„Aber Ethan“, bemerkte der Mann trocken, in angewiderten, süffisanten Ton, kehrt zu seinem Operationsbesteck zurück, greift nach einer Spritze. „Sie ist doch Bestandteil des Spiels.“
„Was hast Du vor?“
„Du erinnerst dich wirklich nicht an mich?“ schritt er an Helen heran, riss ihr den Knebel aus dem Mund.
„Clyde!“, wimmerte sie, flehte regelrecht den Namen des bislang Unbekannten, der sie ignorierte, die Reaktion Parkers, mit unbefriedigter Gier nach Pein, nach Qual, beobachtete.
„Helen“, reckte sich Ethan. „Alles wird gut. Keine Sorge. Alles wird gut.“
„Was haben wir ihnen getan?“ brachte die Frau in Tränen aufgelöst hervor.
„Sie?“ ging Clyde neben den Rollstuhl der Frau in die Hocke, suchte den Augenkontakt, strich ihr eine ihrer silbernen Locken aus dem Gesicht und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. „Sie gar nichts, Helen. Um sie geht es nicht. Nur um ihn“, warf er einen diabolischen Blick in Parkers Richtung. „Sie sollten es also nicht Persönlich nehmen.“
„Was?“ beobachtete Helen Cylde wie dieser die Luft aus der Spritze drückt, bis letztlich klebrige Flüssigkeit über die dünne Nadel fließt. „Was haben sie vor?“

Kapitel 2
Erinnerung

„Ein Toxin!“ präsentierte Clyde die Spritze, spielte damit vor Helens Gesicht um sich an deren Furcht zu laben. Er genoss ihre Pein, ihre Angst, aber noch mehr verzückte ihn der Gedanke Parker zu quälen, ihn zu brechen, ihn in den Wahnsinn zu treiben. Seine stahlblauen Augen fixierten den Cop, wie er sich auf der Pritsche wand, seine Fesseln zu sprengen versuchte. „Gewonnen aus dem Gift des Kugelfisches.“
„Nein!“ platzte es aus Ethan hervor, schien einen Moment wie paralysiert, als der Polizist realisierte was ihr Entführer damit vorhatte. Getrieben von Hass, von Wut, auf den für ihn Fremden, und panischer Furcht um Helen schrie er auf, zerrte er wie ein Berserker an den Gurten. „Geh weg von ihr! Lass sie in Ruhe!“
„Keine Sorge“, ein zufriedenes Lächeln umspielte Clyde´s Mundwinkel, als er wie ein Raubtier Helen umkreiste, ihr sanft mit dem Handrücken durch das von Tränen aufgeweichte Gesicht strich. Vorsichtig setzte er die Nadel an den Hals der Frau, als er in ihrem Rücken stand, beugte er sich zu ihr hinab und hauchte ihr diabolisch ins Ohr. „In richtiger Dosierung tötet das Gift nicht. Es lähmt nur den Körper. Aber, und das ist das fantastische an diesem Serum, das Bewusstsein bleibt völlig unbeeinflusst. Du wirst in deinem Körper gefangen sein. Völlig bewegungsunfähig. Aber du wirst alles hören, alles sehen. Und vor allem, alles fühlen!“
„Willst Du Geld?“ wechselte Parker die Taktik. „Wir können darüber reden!“

Ein Glücksgefühl breitete sich in Clyde aus. Wie eine Droge, deren Wirkung ihn zu beflügeln schien, ihn in Extasse versetzte. Er sog die Panik, die Furcht und Qual seiner Opfer ein was ihm einen wohlig warmen Schauer über den Rücken jagen ließ. Clyde gierte nach diesem Rauschzustand, nach dieser Macht die er über die Parkers hatte.
„Jetzt kommen wir der Sache schon näher!“, keuchte er voller Erregung. „Du bist doch Psychiater. Ein Vermittler und Spezialist für Geiselnahmen, nicht wahr?“
Ethan stutzte, fixierte den jungen Mann erneut, musterte sein Gesicht. Sein Entführer, anfangs schien er wie ein Fremder, ein Unbekannter, doch seine stechenden blauen Augen waren ihm auf sonderbare Weise vertraut.
„Clyde?“ murmelte er, darauf konzentriert seine Erinnerungen zu sondieren.
„Scheint als käme langsam die Erinnerung an dein Verbrechen!“
„Mein Verbrechen?“
„Falsche Antwort!“ Ohne Vorwarnung, ohne den Hauch einer Regung in seinem Gesicht stach er zu, drückte die Nadel in Helens Hals und injizierte der Frau das Toxin.
„NEIN!“ schrie Ethan auf. „Helen! HELEN!“
„Pst“, hielt der Entführer seinen Zeigefinger vor die Lippen, verhöhnte den Polizisten, während die Frau unter Krämpfen zu leiden schien, am ganzen Körper zitterte. „Du brauchst nicht so zu schreien. Sie hört dich auch so! Nur, sie kann dir nicht mehr antworten. Nicht wahr Helen?“
„Du Monster!“ fluchte Parker.
„Oh nein“, erwiderte Clyde. „Das Monster bist du. Und ich werde dich vernichten.“
„Dann solltest du mich gleich umbringen!“ fauchte Ethan seinen Peiniger an.
„Ja“, stimmte Clyde ihm zu, während er behutsam die Kabelbinder, welche Helens Handgelenke an die Lehnen des Rollstuhls fesselten mit einem Skalpell zerschnitt, die leblos wirkende Frau von ihrem Platz hob und mit ihr in der Düsternis verschwand. Verzweifelt versuchte Parker den schemenhaften Konturen zu verfolgen, einzuschätzen was der Mann als nächsten plante. Zu seiner Überraschung kam er mit einer weiteren Pritsche, auf welcher Helen lag, zurück, rollte das metallene Bett direkt neben ihm. „Das sollte ich tatsächlich.“
„Warum tust du es dann nicht?“
„Du sollst ebenso leiden wie ich“, war die trockene, kalte und emotionslose Antwort. „Du sollst alles verlieren.“

Parkers Gedanken rasten, suchten nach einem Zusammenhang. Welcher offensichtliche Hass auf seine Person trieb diesen jungen Mann? Welches Motiv? Weswegen diese sadistische Folter? Welches Ziel verfolgte Clyde?
Unzählige Fragen schossen Ethan durch den Kopf, verlangten nach Antwort.
Der Polizist war in Parker erwacht, der kühl, professionell nach Fakten suchte. Helen, seine Frau, sie kannte den Namen des Mistkerls der sie folterte. Diese stechenden, blauen Augen, auf unerklärliche Weise waren sie ihm plötzlich vertraut, waren nicht mehr die eines Fremden. Aber letztlich blieben nur Indizien, merkwürdige Anspielungen des Entführers selbst.
Clyde bezichtigte ihn eines Verbrechens, bezeichnete ihn als Monster und beschuldigte ihn das er ihn in den Wahnsinn getrieben habe. Leiden soll er, alles verlieren. Wieso? Weil Clyde alles verloren hatte, durch ihn? Wie?
„Clyde Olsen“, flüsterte Parker diesen Namen, blickte zu seinem Peiniger, der damit beschäftigt war Helen mit Gurten zu fixieren. Für einen Moment hielt der junge Mann inne, ohne zu Ethan aufzublicken, nur um sofort wieder seiner Arbeit nachzugehen, einen ledernen Riemen um die Brust der Frau zu zurren.
„Clyde Olsen“, wiederholte der Polizist diesen Namen. „Du bist Clyde Olsen, richtig?“
„Offenbar erinnerst du dich“, blickte der Entführer nur flüchtig sein Opfer an.
„26. Mai 1995, Washington D.C.“, kramte Ethan weitere Bruchstücke aus seiner Erinnerung. „Geiselnahme in einer Bank!“
„Ich überlege gerade“, eilte Clyde an den rollbaren Tisch, auf welchen er sein Operationsbesteck ausgebreitet hatte und suchte nach geeigneten Folterinstrumenten. „Ob ich deiner Frau nicht die Augenlider abschneiden sollte. Schließlich will ich ja, das sie nichts verpasst. Dass sie alles mit ansehen kann.“
„Du weichst aus“, stellte Parker, mit einer Zufriedenheit die er sich auf keinen Fall anmerken lassen wollte, fest.
Clyde reagierte aufbrausend, trat ansatzlos gegen den Tisch der krachend in der Finsternis über den Boden schlitterte. Seine Finger umklammerten verkrampft ein Skalpell. Schnell, mit einer geschmeidigen, jedoch ebenso drohenden Bewegung, stand er neben Parker, drückte ihm die Klinge an den Hals.
„Na los Junge“, hielt er entgegen, hatte neue Kraft gefunden, wusste nun wie er den sadistischen Verbrecher aus der Fassung brachte. „Glaubst du wirklich das du dich dadurch besser fühlst?“
„Du spielst ein gefährliches Spiel!“ mahnte Clyde sein Opfer.
„Ob du mich nun gleich umbringst“, erwiderte Parker störrisch. „oder in zwei drei Stunden. Welchen Unterschied macht das?“
„Ich bin mir noch nicht im klaren darüber dich umzubringen!“ fand Olsen seine Fassung wieder, ließ von seinem Opfer ab. „Nicht bei dir!“
„Du gibst mir die Schuld an den Vorfall damals?“
„Ja“, schlich er um die Pritsche Parkers. „Dir allein! Du gabst den Befehl zum Zugriff. Ein Befehl der sieben Menschen das Leben kostete. Unschuldige Menschen. Geiseln. Darunter meine Mutter, mein Vater, meine kleine Schwester.“
„Es tut mir Leid Clyde“, versuchte der Cop den jungen Mann zu besänftigen. „Es tut mir wirklich Leid.“
„Deine Entschuldigung macht meine Eltern, meine Schwester und all die anderen nicht wieder lebendig“, Cylde´s Worte wirkten aufgebracht, zornig, voller Hass. „Sie machen die letzten 15 Jahre nicht ungeschehen.“
„Aber deine Tat hier ebenfalls nicht.“
„Falsche Antwort!“ entlud der Entführer seinen Zorn, indem er das Skalpell in die Schulter Helens rammte. Die Frau zuckte nicht einmal, doch in ihren Augen spiegelte sich unerträglicher Schmerz, der sich ins Grenzenlose erstreckte als er die Klinge in ihrer Wunde wand. Der süßliche Duft von Blut erfüllte die Luft, färbte ihre Bluse rot.
„Hör auf!“ schrie Parker. „Lass sie in Ruhe. Du willst mich.“
„Du hast die Spielregeln hier wohl noch nicht begriffen“, trieb er das Messer tiefer in die Wunde, beobachtete mit großer Freude die quälende Pein in Ethans Mimik der hilflos mit ansehen musste wie er seine Frau folterte. „Ich überlebte deinen Befehl. Aber mir wurde das Liebste genommen das ich hatte. Deshalb nehme ich dir deine Frau. Stück für Stück. Scheibe für Scheibe. Das war erst der Anfang.“

Fortsetzung folgt....


Zuletzt von Silent am 14.06.10 11:09 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  Nelly am 25.05.10 18:34

Ich habe leider noch keine Zeit gehabt deine Geschichte zu lesen. haha:
Review folgt ..
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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  Silent am 25.05.10 22:51

Es kommen noch zwei Kapitel zur Geschichte... hat also Zeit haha:

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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  Silent am 14.06.10 11:07

Kapitel 2 ist im ersten Beitrag hinzueditiert worden....
Das letzte Kapitel kommt vielleicht heute noch....

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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  melting snow am 14.06.10 11:39

Zu Kapitel I:

Silent schrieb:Übelkeit, ein säuerlicher Klumpen Schleim schnürte seine Kehle zu, lies ihn würgen, ihn nach Luft schnappen. Bitterer Geschmack lag auf seiner Zunge, trocknete seinen Rachen aus. Unerträglich war der Schmerz welcher hinter seiner Stirn pochte, ihm ein Gefühl vermittelte das sein Kopf jeden Moment in Tausend Stücke zerplatzen würde. Verschwommen war sein Blick, wirkte wie düsterer, matter Schleier vor seinen Augen welcher sich nur zögernd zu lichten schien.

Sehr schöner, einwandfreier Einstieg.

Silent schrieb:Parker blinzelte, versuchte auf jene Weise die Nebel, welche seine Sicht trübten, zu verjagen. Benommenheit steckte in seinen Gliedern, doch als er versuchte sich aufzurichten, die Müdigkeit aus seinem Gesicht zu streichen, scheiterten seine Bemühungen.

Das oben geschriebene hört sich für mich wie eine Paniksituation an und hier benutz du im krassen Gegensatz dazu das Wort Müdigkeit? Ich war an der Stelle etwas verwirrt und finde den Zusammenhang nicht ganz passend.

Silent schrieb:weit ihn den Rachen

Kleiner Fehler gefunden.

Silent schrieb:Ausdruckslos war seine Mimik. Nicht der Hauch einer Emotion war daraus zu lesen. Kein Zorn, keine Wut, keine Angst, weder Mitleid, noch Reue verformte seine Züge.

Diese Stelle gefällt mir besonders gut. Sehr schön angebracht und gut formuliert.

Genauso toll finde ich die darauf folgenden Sätze. Sie bauen die Spannung schön auf ohne langweilig zu werden. Um ehrlich zu sein hast du mich zunächst an den Film Saw erinnert aber ich denke, dass viele Bücher in diesen Bereich zunächst an diesen Film erinnern, auch wenn sie völlig unabhängig sind haha:

Als nun zu meinem Fazit: Alles in allem konnte ich die Geschichte flüssig durchlesen und sie ist auch recht spannend aufgebaut.

Vielleicht kannst du mit meinen Anmerkungen und Vorschlägen etwas anfangen, mir hat das Lesen und Kommentieren deiner Geschichte jedenfalls Spaß gemacht. Bin gespannt auf den nächsten Teil. haha:
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Re: Gesetz der Rache

Beitrag  Silent am 18.06.10 18:18

melting snow schrieb:
Silent schrieb:Parker blinzelte, versuchte auf jene Weise die Nebel, welche seine Sicht trübten, zu verjagen. Benommenheit steckte in seinen Gliedern, doch als er versuchte sich aufzurichten, die Müdigkeit aus seinem Gesicht zu streichen, scheiterten seine Bemühungen.

Das oben geschriebene hört sich für mich wie eine Paniksituation an und hier benutz du im krassen Gegensatz dazu das Wort Müdigkeit? Ich war an der Stelle etwas verwirrt und finde den Zusammenhang nicht ganz passend.

Nicht ganz,...
Panik bekommt er erst später,... hier wacht er aus einer tiefen Bewusstlosigkeit auf. Wenn man aus einer Narkose aufwacht ist man Müde und Benommen zugleich. Aber freut mich wenn sie Dir gefällt.

Leider muss ich das dritte Kapitel auf´s WE verschieben... kommt aber noch. Hoffentlich vor dem 20. Juni. Sonst ist die Geschichte ja wohl Ungültig für den Wettbewerb.

Silent

Würde mich freuen auch noch andere Geschichten lesen zu können.
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Re: Gesetz der Rache

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