Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

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Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Silent am 03.06.10 11:14

  • Title: Ashbury
  • Genre: Drama / Horror
  • Main Characters: Laura Clay / Samuel Folwer / John / Vanessa / Steve
  • Chapters: ca. 10
  • Rating: NC - 17
  • Summary: Geplagt von sehr realen Alpträumen, über Personen die längst verstorben sind die sie vor einer unheimlichen Gefahr zu warnen versuchen, driftet Vanessa immer mehr in eine Welt der Fantasie ab. Ihr Freundeskreis, sogar ihr Mann halten sie bald für Verrückt. Doch als ihre düsteren Prophezeiungen sich Bewahrheiten ist es für ihre Familie schon zu spät.
  • Notes:
Eine jener Geschichten die seit Jahren in den Archiven meines PC´s vor sich hingammeln und auf eine Vollendung wartet.
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Silent
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Silent am 03.06.10 11:17

Kapitel 1
Ritual

Einsam, weit ab jeglicher Zivilisation stand die Villa der Geschäftsfrau Laura Clay. Eisenstangen, deren Ende wie Pfeilspitzen gefertigt wurden, waren in regelmäßigen Abständen in Betonsäulen versenkt worden. Furchterregende Wasserspeier hockten auf den Türmen und äugten böse, in drohenden Haltungen, von der Umzäunung des riesigen Anwesens herab. Düster stand das Herrenhaus zwischen hohen Fichten, in keinem der vielen Fenster brannte Licht.
Sterne funkelten am klaren Himmel, der volle Mond, der wie ein großes Auge im Zenit stand, tauchte die wäldliche Umgebung in sein mattes, weißes Licht. Am Waldrand hielten sich vereinzelt Nebelschwaden hartnäckig am Boden. Kein Wind wehte, keine Grille zirpte, nur der Kauz sang sein unheilvolles Lied.

Knisternd und prasselnd brannte Feuer im offenen Kamin. Funken tanzten den Abzug empor und das spärlich flackernde Licht warf groteske Schatten an die Wand. Wohltuende Wärme füllte den Raum in der kalten Winternacht. Der Duft brennender Kerzen erfüllte die Luft. Mondlicht fiel durch zwei große Fenster auf den Parkettboden. Ein wuchtiger alter Eichentisch war das einzige Möbelstück in diesem Zimmer. Im Dreieck wurden antike Kerzenständer, mit jeweils sechs brennenden Lichtern, herum platziert. Fünf Personen saßen an ihm, hielten ihren jeweiligen Nachbarn die Hand und schlossen den Kreis. Jede Spitze des Dämonensterns, der in die runde Tischplatte eingebrannt war, war auf einen Menschen gerichtet.
Eine wunderschöne, junge Frau murmelte unheimliche Verse in einer nie von Menschen gesprochener Sprache. Sie fiel in Trance. Ihre Augenlider flackerten, ihr Körper bebte. Die beiden Pärchen sahen Laura Clay bei ihrem Ritual gebannt und aufmerksam zu. Sie waren heute Nacht zusammengekommen, um mit der Geisterwelt in Verbindung zu treten. Neugierde, unersättliche Neugierde und der Nervenkitzel, ihn wollten sie heute befriedigen. Den Wunsch nach Abwechslung, nach Gänsehaut, er trieb sie hierher um nur für eine Nacht die Welt des alltäglichen zu vergessen. Niemand wagte sich selbst einzugestehen, wie Angst an ihren Nerven zerrte. Angst, die nicht von der Umgebung, dem riesigen leeren Raum oder dem Eichentisch kam. Nein, sie fürchteten sich vor Laura, vor den Dämonenversen.
Dünne Träger ihres weißen Abendkleides umschmeichelten ihre schmalen Schultern. Feinste Seide lag eng, wie eine zweite Haut, auf ihr. Ein tiefer Ausschnitt zeigte viel zu viel ihres makellosen Körpers. Fest schlossen sich Lauras Finger um die Hand von Ted McGinney, zu ihrer rechten, und Lucy McGinney, zu ihrer linken. Ihre Haut war weich, ihre Hand warm.
Ted spürte, wie Energie durch ihn floss. Eine Energie, die er nicht zu beschreiben vermochte. Er fühlte eine unglaubliche Präsenz, eine Macht, die seinen Körper durchströmte und Ted kannte die Quelle, Laura! Manchmal erhielt er einen leichten Schlag, einen elektrischen Impuls. Es war nicht unangenehm, es fühlte sich gut an, und er gab diesen Impuls weiter.
Samantha Kent empfing ihn aus Teds Hand. Ein Gefühl der Ruhe, der Zufriedenheit, umfing sie. Sie vergaß ihre Bedenken, ihre Vorahnungen und diese unheimliche Umgebung, in dessen Mittelpunkt Laura, die McGinneys, ihr Mann und sie Platz genommen haben. Sie sog diese Energie auf. Tief atmete sie ein und aus, Ihre Haut prickelte wie unter sanften Liebkosungen und Samantha wollte mehr. Doch auch durch sie strömte der Impuls weiter zu ihrem Mann.
Roger Kents Frau drückte seine Hand. Sie presste sie so sehr, dass seine Finger weiß anliefen. Er beachtete es nicht, ignorierte es einfach, lies sich einfach treiben, als die Energie in durchflutete. Gleichgültigkeit machte sich in ihm breit. Besorgnis, Angst, Wachsamkeit, alles war wie weggeblasen. Alle negativen Gedanken verblassten und seit langem fand er wieder seine innere Ruhe.
Lucy war überwältigt als sie die Energie aus Rogers Hand empfing. Alle Gefühle der Anwesenden schienen sich in ihr gefunden zu haben. Ein nicht zu beschreibendes Gefühl von Freiheit, des Glücks, des Friedens verspürte sie. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe und konnte ein leises Stöhnen nicht verhindern. Lucy öffnete ihre Augen und sah in die Runde.
Flackernde Kerzen spendeten Licht und sie erkannte schemenhaft die Anwesenden. Roger Kent, ein Stadtmensch, der für Natur kein Interesse hegte, Profit sein einziges Ziel. Knallhart und erbarmungslos im Geschäft. Eine eindrucksvolle Persönlichkeit, nicht nur wegen seines Geldes. Graue Strähnen durchzogen sein tiefschwarzes Haar an den Schläfen, ein Oberlippenbärtchen zierte sein markantes Gesicht und sein feiner Anzug lies seinen Reichtum nur erahnen.
Samantha, seine Frau, jung, schön und naiv. Für das Geschäftsleben ihres Mannes zeigte sie nie Interesse, nur für Luxus und Geld. Sie war eine Vorzeigefrau für Roger, bei diversen Partys der gehobenen Gesellschaft. Ein Diamantenkollier zierte ihren Hals. Ein schwarzes Abendkleid unterstrich ihre körperlichen Rundungen und ihre blonde Löwenmähne war elegant zu Recht gemacht worden.
Lucys Mann Ted verdiente sein Geld an der Börse. Sein blaues Jackett hatte er geöffnet. Tief atmete er ein, sein Brustkorb blähte sich, sein weißes Hemd spannte sich. Teds Gesicht wirkte zufrieden, machte einen ruhigen, glücklichen Eindruck. Strähnen seines braunen Haares hingen tief in die Stirn.
Lucy starrte ihren Gatten mit großen, funkelnden blauen Augen an. Ihre vollen Lippen bebten, ihr flacher Bauch kribbelte noch immer. Die rot gefärbten Haare waren kurz geschnitten und ihre Abendgarderobe sehr freizügig.
Irgendetwas änderte sich, als der Impuls Laura erreichte. Die Frau riss ihre Augen auf, sie quollen hervor, als wollten sie aus ihren Höhlen springen. Das Feuer spendete keine Wärme mehr. Die Luft wurde schlagartig kalt. Gänsehaut lief ihnen über den Rücken. Angst, Panik, das Wissen einer Bedrohung ausgesetzt zu sein, packte sie. Laura erwachte aus ihrer Trance, lächelte tückisch und erhob sich von ihrem Platz. Sie hob die Arme und schrie:
"Es ist vollbracht!" Sie senkte ihre Hände in eine gebende Haltung und blickte ihre Gäste an. "Komm, nimm dir deine Seelen."
Mit diesen Worten krachten die Fenster hinter Lauras Rücken auf. Glas splitterte als sie gegen die Wände knallten. Kalter schauriger Wind pfiff in das Zimmer. Stürmisch zerrte er an den Kleidern, die Kerzen erloschen, selbst das Feuer hielt der kräftigen Böe nicht stand. Blitze zuckten, zerrissen die Finsternis. Unheimliches Geheul begleitete den Sturm. Donner lies den Boden erbeben. Lauras Gäste sprangen auf. Die beiden Frauen kreischten in panischer Furcht, Stuhlbeine kratzten über den Parkett. Lucy stürzte, stolperte über Rogers Stuhl. Flucht brannte sich in ihr Gehirn ein. Im grellen Licht eines Blitzes erkannte sie ihren Mann, wie er sich mit ganzer Kraft gegen die stabile Eichentür stemmte, unterstützt durch Roger. Samantha schrie, hämmerte mit ihren Fäusten gegen das Holz. Das Geheul änderte sich, wurde lauter, wurde zu einem dumpfen dämonischen Lachen.
"Nimm sie“, hallte Lauras Stimme. "Nimm sie!"
Diese Worte ließen Lucys Rückenmark gefrieren. Sie saßen in der Falle. Die Tür war verriegelt. Selbst den härtesten Stößen der Männer hielt sie stand. Angst schnürte ihnen die Kehle zu, raubte ihnen den Verstand, ihre Beherrschung. Blut wallte durch ihre Adern, kochte in ihren Gliedern. Adrenalin puschte sie auf, trieb sie an, doch die Tür trotzte jeder Gewalt, die die Männer aufbringen konnten. Hysterisch zerrte Samantha am Arm ihres Gatten. Der Wind wurde stärker, nahm an Intensität zu. Lucy blickte über ihre Schulter, sah zu Laura, die sich nicht bewegte, nur dastand und wartete.
"Nimm sie“, lachte sie. "Nimm sie."
Durch die Blitze zuerst unmerklich, begann langsam rötliches Flimmern den Raum zu erhellen Der Wind flaute schlagartig ab. Das dämonische Lachen wurde lauter, der Boden begann zu vibrieren. Das Flimmern formte sich, wurde zu einer blutroten durchsichtigen Silhouette eines menschenähnlichen Wesens mit zwei Hörnern.

Samuel Fowler stand gelassen in der großen Halle der Villa. Er war Hausmeister und Gärtner zugleich. Seine Haare waren schon lange grau geworden, die Haut faltig, beinahe wie Leder. Ein Glasauge und einige Narben entstellten sein Gesicht. Ohne Gefühlsregungen starrte er auf die Tür, aus welcher verzweifelte Hilferufe und Gekreische drangen. Ein gewaltiges Knurren, ein letzter greller Schrei einer Frau, dann war es vorbei.
Einige Sekunden herrschte Stille. Schritte die sich der Türe näherten, zerrissen den kurzen Augenblick vollkommener Ruhe. Schritte einer Frau die hohe Absätze trug. Knarrend öffnete sich die Eichentür. Nebel drang aus dem Zimmer, verflüchtigte sich aber rasch in der Vorhalle der Villa und Laura trat ins Licht.
"Du weist was du zu tun hast“ sprach sie Samuel an.
Er nickte, wagte ihr aber nicht, ins Gesicht zu sehen. Vorsichtig schlich er einen kleinen Bogen um seine Herrin und fühlte ihre Blicke wie Peitschenhiebe auf seinen Körper. Er kannte sie, kannte sie zu lange um nicht zu wissen, das sie Ungehorsam hart bestraft. Ihr verdankte er das Glasauge und seine Narben. Sie hatte seinen Willen gebrochen. Er war ihr Werkzeug, ihr Sklave.
Samuel schaltete das Licht in dem Zimmer, aus dem Laura trat, ein. Sein Blick fiel auf vier leblose Körper. Er beugte sich über Samantha. Starre Augen blickten ihn beinahe flehend an. In dem Gesicht der jungen Frau war noch die Furcht, die Panik, das entsetzliche Grauen das sie durchleben musste, geschrieben. Samuel interessierte dies nicht mehr. Zu oft sah er solche Augen die ihn hilfesuchend anglotzen, die ihn durchbohrten, doch sein Mitleid, mit jenen armen Seelen, existierte nicht mehr. Der Hausmeister blickte tiefer, schwer atmend. Ein trauriges Stöhnen kam über seine Lippen als er die Leiche gierig musterte. Seine Hände zitterten vor Erregung, wenige Zentimeter über Samanthas großen Brüsten. Wild packte er zu, verlor die Beherrschung. Zielsicher griff er ihr in den Ausschnitt, zerriss das Kleid, legte ihre Brüste frei. Hechelnd kniete er über der Toten, seine klebrigen Lippen suchten ihre Nippel. Ihre Haut war samtweich und noch warm.
"Samuel!" gellte ein zorniger Ruf.
Erschrocken zuckte er zusammen. Speichel zog sich von der Brust bis zu Samuels spröden Lippen. Er wandte sich seiner Herrin zu. Laura stand auf der Treppe zu den oberen Gemächern. Blaue Augen funkelten böse auf ihn herab, faulig schwarze Zähne wurden sichtbar als er seinen schiefen Mund zu einem Lächeln verzog. Doch die Miene Lauras veränderte sich nicht. Ihr Blick bohrte sich wie ein Dolch in seine Brust. Angst schnürte ihm die Kehle zu. Rasch, mit unglaublicher Leichtigkeit, schulterte er die leblose Hülle von Roger Kent. Samuels faltige starke Hände packten Samanthas blonde Haare. Reumütig blickte er zu Laura auf, deren Gesichtszüge unverändert blieben. Eilig verließ er den Raum, schliff Samantha über den kalten Marmorboden der Halle und verschwand im Freien.

Grelle Scheinwerfer durchschnitten die Finsternis. Bremsen pfiffen als der Wagen hielt. Die Fahrertür des dunkelblauen Cadillacs öffnete sich und Samuel stieg aus. Er blickte den Weg entlang. Vor ihm lag die kurvenreiche Klippenstraße ins Tal. Irre kicherte er, verschwand mit dem Oberkörper im Wagen und zog Teds Leiche auf den Fahrersitz.
"Gleich, hi hi, „ kicherte Samuel, "Gleich, Kaboom ja... Kaboom, hi hi, schön warm."
Sorgfältig gurtete er McGinney an, blickte sich noch mal um und kontrollierte jeden Sicherheitsgurt, der Leichen noch einmal. Bei Samantha hielt er inne. Ihre blanken Brüste zogen ihn magisch an. Er stockte jedoch im Versuch nach ihnen zu greifen.
"Nein, nicht gut“, schimpfte er mit sich selbst. "Kaboom, ja." Samuel nickte, bestätigte seine Worte. "Ja, Kaboom ist gut."
Der Alte schloss die Wagentür, sah sich erneut um, ob nicht ein anderes Fahrzeug in Sicht war. Es begann zu schneien, Flocken tanzten zu Boden. Samuel entriegelte den Gang durch die offene Scheibe des Autos und begann den Cadillac anzuschieben. Der Wagen nahm an Fahrt zu, jagte über das Gefälle, durchbrach bei der ersten Kurve die Leitplanke und stürzte über den Abhang. Das Fahrzeug prallte gegen die Felsen, die die Karosserie aufrissen, überschlug sich mehrfach, bevor er in der Tiefe aufschlug und explodierte.
"Ja, Kaboom!" jubelte Samuel als die Stichflamme die Dunkelheit zerriss.
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Silent am 03.06.10 11:17

Kapitel 2
Erinnerung

4 Jahre später,...
Nicolas Kemp lag im Bett, angeschlossen an mehrere Maschinen die Herz, und Lungenfunktionen überwachten. Seine Tage waren gezählt. Er wusste es, wusste es vom ersten Tag seiner Erkrankung an, auch wenn ihn die Ärzte vom Gegenteil überzeugen wollten. Über zwei Monate siechte er im Bett vor sich hin, zum langsamen Sterben verurteilt. Zusehends schwanden seine Kräfte, auch die Fähigkeit zu sprechen hatte er eingebüßt. Kehlkopfkrebs war die Diagnose. Seine Frau verlor er schon vor Jahren an derselben Krankheit. Verfluchter Krebs, wie ein Parasit saugte er seine Kräfte aus, hilflos ausgeliefert, den Tod vor Augen. Manchmal wünschte er sich, dass der Gevatter erbarmen, Gnade zeigen würde und das Leiden beendet. Doch der lies sich Zeit. Kemp kam noch früh genug an die Reihe.
"Hi Dad“, begrüßte Vanessa ihren Vater. Die junge Frau besuchte ihn jeden Tag im Krankenhaus. Vanessa war sein ganzer Stolz. Sie war die Jüngste seiner vier Kinder. Nicht das er die Anderen weniger liebte, nein. Sie waren verheiratet, erfolgreich und gute Eltern seiner sieben Enkel. Vanessa aber war bei ihm geblieben, hatte ihn versorgt, als seine Frau starb, war immer für ihn da, auch jetzt, als seine Zeit zu Ende ging. Sie hielt seine Hand als er durch starke Medikamente in einen tiefen Schlaf fiel. Das Mädchen wusste, dass ihr Vater nicht mehr lange zu Leben hatte, aber sie blieb stark. Zumindest spielte sie es Nicolas vor. Zu Hause kamen dann die Tränen, das sollte aber ihr Vater nie erfahren. Sanft streichelte sie seine Hand, wischte sorgfältig Speichel, Schleim oder Erbrochenes von seinem Mund. Stunden vergingen, keine Veränderung. Kurz verließ sie das Krankenzimmer, in ihren Augen standen Tränen der Verzweiflung die sie verbissen unterdrückte. Doch der Schmerz, ihren Vater zu verlieren war zu groß. An Wunder glaubte sie nicht mehr, aber noch hatten sie Zeit. Zeit die sie mit ihm verbringen wollte, bis zum bitteren Ende. Vanessa ging auf die Toilette, machte sich frisch und trocknete die verheult geschwollenen Augen ab. Wimperntusche zeigten den Weg, den ihre Tränen über die Wangen suchten. Wenn die Spuren des Schicksals, die sich in manche Seele brennen, doch ebenso einfach abzuwischen wären wie verschmiertes Make-up. Die Kühle des feuchten Elementes machte sie wieder munter. Mit viel Wasser wusch sie ihr hübsches Gesicht, reinigte ihre Wangen von der Wimperntusche, obwohl sie zu Träumen glaubte, als sie in den Spiegel blickte. Das Herz schlug ihr bis zu Hals. Ein dicker Kloß schien in ihrer Kehle zu stecken. Ungläubig riss sie die Augen auf. Für einen Moment schwankte alles. Ihr war schwindelig, einer Ohnmacht nahe. Es waren nur wenige Sekunden, aber sie sah ihn, sah ihn direkt hinter ihr. Seine Lippen bewegten sich, Traum oder Wirklichkeit, Phantasie oder Realität, unmöglich aber wahr. Er war da. Sie wirbelte um die eigene Achse, doch sie war allein. Vanessa schüttelte ihren Kopf. Gedanken jagten durch ihr Gehirn.
"Bin ich Irre?"
Aber sie sah ihn, ihr Vater stand unmittelbar hinter ihr. Sie hastete hinaus auf den Flur. Ärzte und Schwestern eilten in das Zimmer ihres Vaters. Laut drangen die Anweisungen des Arztes aus dem Raum.
"Nulllinie“, rief eine Schwester.
"Aufladen“, befahl der Arzt.
Ein weiterer Assistent zog die Bettdecke zurück, zerriss das Nachthemd von Kemp so dass sein Brustkorb unbekleidet war.
"Ich will zu ihm“, brüllte Vanessa. "Lasst mich zu ihm."
Ein junger Pfleger hielt sie zurück, versuchte die Frau zu beruhigen, zur Einsicht zu bewegen. Das Mädchen tobte, der schrille Pfeifton machte sie Irre.
"Aufgeladen“, bestätigte der Assistent des Arztes.
Der Doktor handelte, jagte Strom durch den leblosen Körper von Nicolas Kemp, der sich kurz aufbäumte und zusammenbrach. Es war das letzte was die von den Reanimationsversuchen sah, bevor die Schwester die Tür schloss. Vanessa kämpfte, wehrte sich, versuchte sich aus den starken Armen des Pflegers, der sie hielt, zu befreien. Nicht lange und sie gab auf. Vanessa brach zusammen, als sie begriff, dass es vorbei war. Sie wusste dass der Tag kommen würde, doch darauf vorbereitet war sie nie. Der farbige Pfleger versorgte sie mit Tee und Beruhigungstabletten. Minuten schienen in Stunden, Stunden in Tage zu wachsen. Man hatte alles versucht, trotzdem verloren. Als die Tür sich öffnete, konnte es Vanessa an den Augen, am Blick, des Doktors erkennen. Langsam ging sie auf das Zimmer, in dem ihr Vater lag, zu. Dass im Flur viele Besucher ihre Angehörigen in anderen Räumen besuchten oder mit ihnen an die frische Luft wollten, bemerkte sie längst nicht mehr. Friedlich lag Nicolas im Bett vor ihr. Bleich, gealtert, kalt und trotzdem schien er zufrieden zu sein. Ausdruckslos und dennoch alles sagend, so als wolle er Vanessa mitteilen, ich bin erlöst. Sie streichelte seine Hand, wie sie es immer tat. Dicke Tränen kullerten ihr über die Wangen. Nur ihr eigenes Schluchzen nahm sie wahr. Andere Geräusche hörte sie längst nicht mehr. Plötzlich griff die Hand nach ihr, drückte sie, zerrte fest an ihr. Erschrocken fuhr sie zusammen, schrie auf, Panik packte die junge Frau, versuchte sich loszureißen. Die Leiche öffnete die Augen, sie quollen hervor als wollten sie aus den Höhlen springen, matt, leblos starrten sie Vanessa an.
"Gefahr Vanessa“, röchelte ihr Vater. Hell, kratzend, eher einem Wimmern gleich wirkte die Stimme welche immer wieder versagte. "Gib Acht."
Die Frau kreischte in panischer Furcht bis sie der Schleier der Ohnmacht umfing. Dunkelheit, plötzlich brannte Licht. Verwirrt blickte sie sich um. Mit einem Mal wurde ihr klar wo sie war.
"Was ist denn los?" fragte der Mann neben ihr. Schlaftrunken wälzte er sich, rieb sich die Augen. Seine Linke ruhte noch auf dem Schalter der Nachttischlampe, die Augen zusammengekniffen, geblendet vom grellen Schein, blickte er Vanessa an. Tief atmete sie ein und aus, versuchte sich zu beruhigen, diese Bilder aus ihrem Kopf zu vertreiben. Tränen suchten ihren Weg über die Wangen, welche sie mit zitternden Händen abwischte.
"Das war nur ein Alptraum“, stellte John fest, versuchte er seine Frau zu trösten. "Ganz ruhig."
Er legte seinen Arm um sie, streichelte ihren Rücken bis sie sich an ihn kuschelte. Vanessa dachte an ihren Traum, dachte an die Alpträume, die sie verfolgten. Gewohnt war sie längst diesen Zustand, doch zu häufig kamen sie in letzter Zeit vor. Sie schmiegte ihren Kopf auf Johns behaarte Brust, benutze sie als Kissen. Ihr Vater starb vor zwei Jahren, nie hatte sie von ihm geträumt, doch nun, nun war es anders. Sie zog sich ihre Decke hoch, die bei ihrem Aufschrecken vom Bett gefallen war, rollte sich darin ein.

Erste Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster. Vögel zwitscherten, kündigten mit ihren Liedern einen herrlichen Morgen an. Majestätisch hob sich die rötliche Scheibe der Frühlingssonne über die noch schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains. Reif hing an den Ostwänden der Gebirgskette, einige Nebelbänke ließen den Tag kühler erscheinen als er war. Als John aufwachte, geweckt durch nervtötendes Piepen seines Weckers, war Vanessa bereits in der Küche und bereitete das Frühstück vor. Müde streckte er sich, rieb sich die Augen bis der nebelhafte Schleier des Schlafes daraus verschwand. Gähnend setzte er sich auf, hielt auf der Bettkante inne, um einen flüchtigen Blick auf die Uhr zu werfen.
Vanessa bereitete Rühreier zu und lauschte den Radionachrichten. Ihre langen, pechschwarzen Haare hatte sie streng nach hinten zu einem Zopf gebunden. Sie nahm die Pfanne vom Herd, verteilte die Eier auf den Tellern. Der Frühstückstisch war reichlich gedeckt mit Fruchtsirup, Hörnchen und Butter. Die stärker werdende Sonne strahlte durch die Veranda, spendete Licht und Wärme zugleich.
"John!" rief sie. "John!"
Ihr Partner stand unter der Dusche als die junge Frau nach ihm rief. Lauwarmes Wasser prasselte auf seine Haut, wusch die Seife von seinem Körper. Schaum glitt über seinen Bauch bis zum Boden, machte die Wanne unter seinen Füßen schlüpfrig, und verschwand im Abfluss. Rasch trocknete er sich ab als Vanessa erneut nach ihm rief. Sie schlürfte gerade an ihrem Kaffee und begann in der Zeitung zu blättern als John die Küche betrat. Seine Haare waren noch nass, auch sein blaues Hemd, welches er trug, zeigte an Brust und Rücken feuchte Verfärbungen. Der Duft seines Rasierwassers mischte sich mit dem Aroma des Kaffees in der Luft.
"Guten Morgen Schatz“, grüßte er sie, gab ihr einen Kuss.
"Es gab wieder einen Unfall“, berichtete Vanessa.
"Die Todeskurve?"
Sie nickte nur, nahm einen Schluck Kaffee und biss herzhaft in ihr Croissant. Die Todeskurve, die Stadtbewohner nannten sie so. Ashbury war eine typisch amerikanische Kleinstadt am westlichen Fuße der Rocky Mountains, nahe der kanadischen Grenze. Die Einheimischen kannten die Gegend, und meist ließen Urlauber, welche in den Rockys Ski liefen oder alkoholisierte Jugendliche, die sich auf jener Strecke Autorennen lieferten, ihr Leben. Auch diesmal waren es Fremde welche die Todeskurve unterschätzten. Eine Familie war mit ihrem Wohnmobil von der Straße abgekommen und vierzig Meter tief den Abhang hinunter gestürzt. Alle kamen um, Eltern mit zwei Kindern. Vanessa nahm diese Anzeige emotional sehr mit. Zwei Kinder mussten sterben. Sie wollte gerne eigene, wusste dass sie eine gute Mutter sein würde. Zweimal war Vanessa bereits schwanger. Eines verlor sie, das Andere, ein Mädchen Namens Molly starb mit zwei Wochen an einem Kindstod. John war ihr ganzer Halt. Vanessa fiel in einen Abgrund, in tiefe Depressionen, welcher kein Ende zu haben schien. Er war für sie da, fing sie auf, gab ihr immer wieder neue Kraft und Mut.
"Was hast du diese Nacht geträumt?"
Die Frau blickte von der Zeitung auf, sah John mit großen Augen an. Strahlendes Blau, erfüllt von Trauer und Schmerz. Er kannte diesen Blick, fragte nicht weiter nach. Sie brauchte noch etwas Zeit. Wenn sie soweit sei würde Vanessa das Gespräch suchen, das wusste John.

Langsam begann das Leben in Ashbury. Die Geschäfte öffneten ihre Türen, erste Menschen machten ihre Besorgungen, ältere Damen unterhielten sich vor einem Supermarkt, Mütter brachten ihre Kinder zur Schule. Alles nahm seinen täglichen Verlauf. Auch der alte Dodge, welcher viel zu schnell in eine Kurve fuhr. Reifen quietschten, das Heck des Wagens brach aus. Geschickt steuerte der Fahrer gegen, um die Spur zu halten und jagte Richtung Stadtrand. Vor John und Vanessas Haus legte der Raser eine Vollbremsung hin dass die Reifen qualmten. Ungeduldig hupte er, kurz darauf stieg er aus, ging zur Tür und klingelte.
"Ich muß los“, sagte John, trank den Rest seines Kaffees, stand auf und holte sein Jackett. Er arbeitete in einer Fabrik, am Rande der Stadt. Steve, sein jüngerer Bruder, nahm ihn immer mit. Vanessa eilte inzwischen zur Tür, öffnete sie.
„Hi Steve“, grüßte sie ihn.
„Oh Mama“, nahm er seine Sonnenbrille ab, riss die Augen auf. „Ein Engel.“
Steve ließ sich auf die Knie fallen und musterte die Frau. Nur im T-Shirt stand sie vor ihm. Vanessa hatte eine Traumfigur. Ihre Füße steckten in weißen Socken, ihre strammen Fesseln waren braungebrannt und dass Shirt, welches sie trug, reichte ihr bis knapp zu den Knien.
„Ein Engel“, wiederholte er. Seine Stimme klang übertrieben, ein fieses Grinsen zog über seine Lippen. „Mit solch riesigen, gewaltigen…!“
Steve konnte seine Worte nicht vollenden, doch seine Gestik war unmissverständlich welchem Objekt seine Aufmerksamkeit galt.
„Hi Steve“, unterbrach ihn ein Bruder, als er an der Tür erschien, und Vanessa einen Abschiedkuss gab. „Was macht du da am Boden?“
„Och, nur deiner Puppe unters Shirt gehen.“
Frech wie er war zog Steve auch schon an Vanessas Shirt um einen Blick zu erhaschen. Die Frau zuckte kurz und lächelte. Lange genug kannte sie den Bruder ihres Lebensgefährten. Auch John schmunzelte, packte seinem Bruder am Kragen und zog ihn mit sich.
„Jetzt ab, raus hier.“
„Halt“, jammerte er. „Warte, warte mal.“
„Bye Steve“, grinste Vanessa, blickte den Beiden hinterher, als sie zum Wagen eilten.
„Ich komme wieder“; Steve verstellte seine Stimme, rau und tief, während Vanessa die Tür hinter sich schloss.
„Nun komm endlich.“
„Alter Spielverderber“, grinst Steve. „Was hast du nur was nicht hab?“
„Vanessa“, antwortete John trocken. Verdutzt blieb sein Bruder einige Sekunden stehen, zog Grimassen. Die beiden Männer stiegen in den roten Dodge. John legte sein Jackett ordentlich auf den Rücksitz ab und schnallte sich an. Steve kurbelte die Fensterscheibe der Fahrertür hinunter, setzte seine Sonnenbrille auf und grinste seinen Bruder an.
„Bereit?“
„Fahr langsam“, forderte ihn John auf.
„Aber immer doch“, ein schmutziges Lachen ging über Steves Lippen als er die CD Anlage seines Wagens voll aufdrehte und einem Kavaliersstart hinlegte. Laut quietschten die Reifen, Rauch stieg auf, die Luft roch nach verbranntem Gummi als sie mit dröhnender Rockmusik aus der Stadt donnerten. Ihre Arbeitsstelle lag etwas außerhalb von Ashbury, jedoch bei Steves Fahrstiel benötigten sie wenig Zeit.
„Vorsicht“, brüllte plötzlich John, Sekundenbruchteile später krachte es. Steve ging nicht einmal vom Gas, blickte nur lässig über seine Sonnenbrille in den Rückspiegel.
„Ups“, antwortete er.
„Ups?“ John schüttelte den Kopf. „Ups, ist das alles was dir dazu einfällt?“
„Nö. Mach mal das Handschuhfach auf.“ John gehorchte und öffnete das Fach. Es lag alles kreuz und quer. Einige zusammengeknüllte Strafzettel, Kondome, CDs, eine 45iger Magnum und noch so allerlei. „Gib mir die Kreide.“
„Kreide?“
„Ja.“ Steve hielt die rechte Hand auf, während sein Bruder nach dem gewünschten Objekt stöberte.
„Was willst du mit Kreide?“
„Frag nicht, gib, gib, gib…!“ forderte er mit Nachdruck und hopste wie ein quengelndes Kind auf dem Sitz. Nach kurzer Zeit erhielt der Fahrer seine Kreide. Steve pfiff im Takt zur Musik, klappte ganz nebenbei die Sonnenblende des Beifahrers herunter und zog einen Strich.
„Yeah“, jubelte er begeistert. „Das war Bunny Nummer vier. Mein Rekord liegt bei Fünf in einer Woche und ich hab noch drei Tage Zeit.“
John glaubte sich verhört zu haben, aber sein Bruder lachte wie ein Kind an Weihnachten. Aus den zuerst fassungslosen wurden schnell verächtliche Blicke. Er wollte einen passenden Kommentar anbringen, stockte jedoch in dem Versuch, schüttelte nur sprachlos den Kopf und sah aus dem Fenster. Der Straßenrand war bei dieser Geschwindigkeit nur ein verschwommenes Etwas. Selbst der Traktor eines Farmers, der den Acker pflügte, zischte so schnell vorbei, dass John nicht einmal mit Sicherheit sagen konnte welche Farbe er hatte. Steve bemerkte die Reaktion seines Bruders, zuckte nur mit den Schultern.
„Was?“
Minuten später erreichten sie die Fabrik. Sie fuhren auf den Parkplatz zu, welcher um diese Zeit beinahe noch leer war. An der Pforte zum Betriebsgelände wurden sie von einem Kollegen Steves gebeten ihre Firmenausweise vorzuzeigen, bevor der Wachmann die Schranken öffnete. Erst dann erhielten sie Einlass. Anständig lenkte Steve seinen Dodge auf den Parkplatz, auch die Musik war auf ein angemessenes Maß reduziert. In einer knappen halben Stunde würden hier Hunderte von Fahrzeugen, Reihe an Reihe, stehen.
„Armer Billy“, begann Steve als die Beiden aus dem Wagen stiegen.
„Billy?“ fragte John.
„Na, der Kerl an der Pforte.“
„Was ist mit ihm?“
„Er ist Impotent“, antwortete Steve. „Vielleicht ist er auch Schwul geworden, keine Ahnung. Jedenfalls hat er seine Alte ein halbes Jahr nicht mehr angefasst.“
„Woher willst du das wissen?“
„Na, von seiner Alten“, grinste Steve.
Sie gingen einige Schritte auf den Haupteingang der Fabrik zu, als John plötzlich stutzte und seinen Bruder am Ärmel festhielt.
„Moment mal. Willst du damit sagen, du hättest seine Frau gebumst?“
„Mann, ich steh auf keine Schwarz-Weiß-Nummer“, Steve spielte damit auf die Hautfarbe von Billy Zae und seiner Frau an. „Aber tust du ein bisschen Gummi drüber kommt das alles farbig rüber.“
John stand mit offenem Mund da, begann ungläubig mit den Augen zu rollen und schüttelte fassungslos sein Haupt, unfähig auch nur eine Silbe über seine Lippen zu bringen. Er warf sein Jackett über die rechte Schulter, lies seinen Bruder stehen und eilte mit großen Schritten dem Haupteingang entgegen.
„Was?“ rief Steve ihm hinterher, stemmte die Hände gegen die Hüften und grinste verschmitzt. „Bis du der Papst oder was?“
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Hyperia am 07.06.10 9:33

Zu Kap 1:

Zu Beginn fand ich die Eindrücke ein bisschen zu viele und habe mich darin auch etwas verloren. Versteh mich nicht falsch, sie sind gut, aber meiner Meinung nach doch zu viele verschiedene.

Niemand wagte sich selbst einzugestehen, wie die Angst an ihren Nerven zerrte.

Also ich muss ehrlich sein, zunächst war ich ein klein wenig verwirrt, habe jedoch interessiert weiter gelesen. Habe ich es schließlich richtig verstanden, dass die Runde von Menschen einen Geist und dessen Herren beschworen hat? Aus welchem Grund sind die Menschen jetzt tot?

Ich bin mir nicht sicher ob ich alles richtig aufgefasst habe und wäre auf eine kleine Erklärung gespannt :):

Lg
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Silent am 07.06.10 19:50

Endlich,...
Endlich mal ne Kritik,... Danke!

Ok,...
Zu den Eindrücken,... jetzt bin ich etwas verwirrt. Welche meinst Du? Kannst Du dies bitte konkretisieren?

Und ja, Du hast es richtig verstanden, das sie ... ich sag mal „ETWAS“ beschworen haben, was genau, die Auflösung wollte ich in einem späteren Kapitel bringen. Ebenso weshalb die Leute tot sind... ich hoffe Du kannst Dich bis dahin in Geduld üben.

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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Hyperia am 08.06.10 16:23

Silent schrieb:Endlich,...
Endlich mal ne Kritik,... Danke!

Dafür bin ich doch da ..
Leider ist es jedoch eine traurige Tatsache, dass einige Poster "Autoren" gar keine Reviews bei anderen Geschichten hinterlassen.
Hier im Forum herrscht ein leichtes Ungleichgewicht.


Gut, ich möchte mal näher ausführen, was ich mit Eindrücke meine.

Silent schrieb:weit ab jeglicher Zivilisation
Furchterregende Wasserspeier
Sterne funkelten am klaren Himmel
Mond
wäldliche Umgebung
Nebelschwaden
Wind

Das sind die Wörter die du nur im ersten Absatz benutzt hast.
Nun bemerkst du sicher, dass der Leser viele grundlegend verschiedene Eindrücke verarbeiten muss.
Versteh mich nicht falsch, natürlich baust du damit ein gewisses Feeling auf, aber auf mich wirkt es ein wenig zu überladen, denn nicht nur die Atmosphäre (ich hoffe du verzeihst mir, wenn ich es so nennen möchte mir fällt sonst kein passendes Wort ein) ist wichtig, sondern natürlich primär die Geschichte und möglicherweise auch die Empfindungen der Personen.

Ich hätte mich daher mit diesen Wörten ein wenig kürzer gefasst und wäre mehr auf die Geschichte eingegangen.

(Das ist nur mein erster Leseeindruck )

Ganz ehrlich muss ich schon sagen, dass mir deine letzten Geschichten mehr gefallen haben. Ich weiß allerdings nicht woran es liegt.

Lg
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Hyperia am 10.06.10 5:14

„ETWAS“ beschworen haben

Eines wollte ich noch sagen: ETWAS wirkt auf den Leser natürlich hoch interessant und wir dir bestimmt Neugier einbringen.
Ich selbst war beim Lesen ebenfalls sehr gespannt ETWAS näher definiert zu bekommen.
Darauf kannst du bestimmt sehr gut aufbauen.

Lg
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Tyrone am 26.06.10 19:01

Hey,

Mir ist bisher ebenfalls aufgefallen das wenige Leute hier Antworten zu Geschichten geben ... Schade eigentlich, denn dafür ist dieses Forum doch da :):

Nun zu deiner Geschichte: Ich fand sie bisher sehr spannend und brenne darauf, endlich Kapitel 3 lesen zu können!

Kapitel 1:
Hier fand ich es mit den Personen und der Energie, die durch sie durch floss, etwas schwierig zu verstehen, allerdings wurde es dann nach und nach klarer für mich haha:
Du hast sehr gut die Stelle beschrieben, in der die 4 Leute vergebens versucht haben die Tür zu öffnen und an ihren Männern gezogen haben etc. wirkte für mich sehr Spannung erzeugend.
Anschließend noch zu dem Beschworenem "Etwas": Für mich wirkt es so, als seie es eine Art Höllen,- bzw. Dämonenhund, da es so rötlich aussieht und Hörner besitzt und vor allem knurrt. Deswegen habe ich davon so ein Bild im Kopf^^.

Kapitel 2:
Ich habe mir schon gedacht das Vanessa's Vater stirbt, wenn sie genau in diesem Waschraum ist. Nebenbei bin ich ganz schön zusammengezuckt (obwohl es nur ein Buch ist und kein Film) als er die Hand zugedrückt hat und die Augen öffnete ... Dort hast du auch einen Satz verwendet: "sie quollen hervor als wollten sie aus den Höhlen springen" Den du bereits vorher benutzt hast. Ist nicht weiter schlimm, aber ich fand es lustig, dass mir dies sofort aufgefallen ist smile

So ... Das nenn ich mal reichlich viel für meinen ersten "richtigen" Beitrag :cool:

Gruß Tyrone
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Re: Ashbury - Abenteuer aus dem Land der Geister

Beitrag  Silent am 27.06.10 18:44

@Hyperia,...
...jetzt weiß ich worauf Du hinaus willst,... und kann es auch nachvollziehen und geb Dir Recht. Die Einleitung, bzw. der erste Absatz ist im Prinzip überflüssig.
Die Geschehnisse, das Ritual an sich und die beteiligten Personen, ereigneten sich im Haus und nicht außerhalb. Warum ich diesen Start wählte, keine Ahnung, als ich diese Zeilen schrieb war ich 15 Jahre jünger.
Vielleicht deswegen auch der Unterschied, von damals zu den neueren Geschichten die ich hier postete?!?

@Tyrone,...
erst mal:
Willkommen hier im Forum.

Zu Deiner Kritik,...
Danke Dir,... hab auch nachgesehen und selbst nach 15 Jahren nicht mitbekommen das ich den von Dir aufgezeigten Satz tatsächlich in den ersten beiden Kapitel verwendete.
Wann Kapitel 3 erscheint (oder überhaupt) kann ich Dir leider noch nicht sagen,... derzeit reizt mich ein anderes Projekt mehr.

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