And That My Friend, Is What They Call Muffin

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And That My Friend, Is What They Call Muffin

Beitrag  melting snow am 20.06.10 8:56

  • Title: And That My Friend, Is What They Call Muffin [ Neuauflage ]

  • Genre:Humor, Drama

  • Fandom: Gilmore Girls

  • Main Characters: Rory, Jess, Lorelai, Luke, Paul Anka, Norbert

  • Chapters:7

  • Rating: PG-13

  • Summary: Als ein talentierter, jedoch rebellischer und unweigerlich sarkastischer James Dean Verschnitt plötzlich in Rorys Leben auftaucht, möchte sie zunächst nichts von ihm wissen und versucht ihn mit Schlagfertigkeit wieder los zu werden. Bald muss sie jedoch gewisse Parallelen zum Vater ihres ungeborenen Kindes und Sympathie ihm gegenüber feststellen, was sie zunehmens verwirrt. Stellt sich nur noch die Frage, wie das alles mit einem Muffin und Norbert verflochten ist.

  • Disclaimer: Ich bin nicht der Besitzer des Copyrights von Gilmore Girls und ziehe keinerlei finanziellen Nutzen aus diesem Werk, jedoch ist die Idee zu dieser Fanfiction, die sich um einen Muffin dreht, mein.

  • Notes:Fast die vollständige Story ist in meinem Werk wie in der Serie verlaufen, der einzige Unterschied ist, dass Jess niemals nach Stars Hollow gekommen ist und sein Leben weiter in New York stattfand, er folglich Rory noch nicht kennt.


Zuletzt von melting snow am 18.10.11 8:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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The Different Sort of Rebel

Beitrag  melting snow am 20.06.10 8:58

Das schwache Licht der Straßenlaternen ließ ihre Haut milchig blau erscheinen, während sie misstrauisch die unheimlichen Regenwolken betrachte, die unentwegt über den düsteren Abendhimmel trieben.

Rory startete einen weiteren Versuch ihren aufsässigen Koffer über die Straßen Londons zu balancieren. Schon als Norbert seinen ersten Hinterreifen verloren hatte, hatte sie gewusst, dass er nichts weiter als Ärger machen würde.

Gott, wie freute sie sich nach ihrem Auslandsjahr in London das vertraute Gesicht ihrer Mum und von Lane und Luke wieder zu sehen. Die Arbeit in London hatte ihr letzten Endes nichts weiter als Einsamkeit gebracht.

„Norbert bitte, nur noch ein paar Meter!“ murmelte sie dem zerfetzten Stoffstück zu als sie ihn über eine Straßenkante, in Richtung der einzigen Person in ihrer Umgebung sah, hochzog. Unweigerlich musste sie sich eingestehen, dass sie ihren Flug verpassen würde, sollte sie in den nächsten Minuten kein Taxi erwischen. Wo war nur Robert De Niro, wenn man ihn brauchte?

„Entschuldigung. Wie spät ist es?“ wandte sich Rory freundlich an den Kerl an der Straßenecke.

Als sie glaubte ihn zu erkennen, erstarrten ihre sonst so welpenblauen Augen in eisiger schwarzer Kälte. Wie oft hatte sie sich bereits eingebildet dieser einen Person ein weiteres Mal zu begegnen? Es war an der Zeit ihre Naivität zu besiegen um der Realität ins Auge zu blicken. Zwischen ihr und Betrunkener-Bar-Kerl gab es keinerlei Seelenverwandtschaft, er war nur charmant gewesen um mit ihr schlafen zu können und war schließlich in der Menge der Menschheit verloren gegangen. Dennoch gab sie neben sich selbst auch Betrunkener-Bar-Kerl die Schuld daran, dass ihre Periode ausgesetzt hatte.

Lorelai hatte Rory einmal gefragt, ob jene Nacht es wert gewesen war, heute mit den Konsequenzen zu leben. Rory war zunächst zögerlich, hatte jedoch mit ja geantwortet, doch mittlerweile war sie sich nicht mehr so sicher. War er es gewesen, in den sie sich verliebt hatte, oder war es der trügerische Schein der Betrunkenheit gewesen der sie in sein Bett getrieben hatte? Mittlerweile empfand sie sich selbst nur noch als lächerlich. Wie konnte sie von Liebe reden, wenn sie nicht einmal mehr mit Sicherheit sagen konnte, wie er ausgesehen hatte?

„Also, singen wir jetzt einen Walt Disney Song?“, hervorragend, dieser Kerl war offensichtlich eine besonders üble Eigenart von Komiker und machte sich über ihre kurzfristige Gedankenlosigkeit hinterhältig lustig.

„Offensichtlich hast du keine Ahnung von wirklich schlechter Musik.“, konterte Rory.

Er grinste, wandte seinen Blick jedoch wieder seinem Buch zu. Charles Bukowski, welcher ihn unwiderruflich synaptisch machte. „Hat dir deine Mommy nicht beigebracht, dass du nicht mit Fremden reden darfst?“

„Hast du denn irgendwelche Süßigkeiten?“

Schon sah er sie wieder mit seinen kaffeebraunen Augen an und richtete einen intensiveren Blick auf sie, ehe er gespielt in die Taschen seiner pechschwarzen Lederjacke griff. „Nein.“

„Wenn das so ist denke ich, dass meine Mommy nichts dagegen haben wird.“ ihre Stimme klang bissig, vermutlich stressbedingt.

„Touché.“ grinste der Fremde schief. „Gehört das zu dir?“ mit dem Finger zeigte er auf Norbert.

Rory seufzte genervt, wollte nicht weiter auf ihr widerspenstiges Anhängsel eingehen. „Wie wäre es mit einer Antwort auf meine Frage? Es sei denn jemand hat deine Meinung den Bewohnern im tiefsten und dunkelsten Teil des afrikanischen Dschungels ausgesetzt.“

„Hast du mich gerade mit einem Oompa Loompa verglichen?“

„Kann sein.“ Rory unterdrückte ein Lächeln als sie seinen leicht nachdenklichen Blick bemerkte.

„Ich bin weder zwergengroß noch habe ich eine orangefarbene Haut. Okay, der Tanzstil könnte hinkommen.“

„Hör zu, ich muss wirklich dringend-. Bitte überlass mir das Taxi.“ Meinte sie, als sie das gelbe Gefährt hinter ihm halten sah.

„Wow, das war jetzt irgendwie süß.“

„Bitte“ flehte Rory ein weiteres Mal.

„Tja, so ist das Leben.“

„Hey“ Rorys Stimme klang verzweifelt als sie beobachtete wie er die Taxi Tür öffnete.

„Ich mache dir einen Vorschlag.. “ drehte er sich doch noch einmal um und lies einen Funken Hoffnung in Rory aufsteigen „..Ich denke an dich, während ich einen Muffin am Flughafen esse.“

„Wirklich tröstend.“ Schrie ihm Rory nach.

„Schönen Tag noch“ der Sarkasmus in seiner Stimme war unwiderruflich erkennbar während er sich in das Taxi setzte und sie durch die Scheibe mit seinem aufmüpfigen schiefen Grinsen beobachtete.

Rory fragte sich warum Kerle wie er immer das letzte Wort behalten mussten. Mit Schmollmund beobachtete sie das Taxi, welches vor ihren Augen weg fuhr. Was bildete sich James Dean ein?

Ungewollt fiel ihr Blick auf ein Straßenplakat, das eine junge Frau zeigte, die offenbar die Grinsekatze nachstellen wollte. Still las sie die Aufschrift.

„Die Frauengesundheitszentren in Großbritannien haben sich entschlossen, eine umfassende Information zu Schwangerschaftsabbruch zu erstellen und in ihre Webseiten aufzunehmen, um Frauen zu stärken, eine selbst bestimmte Entscheidung über eine Schwangerschaft zu treffen und den Zugang zu einem Abbruch zu erleichtern.“

Wie oft hatte sie seine Nummer gewählt, nur um ein weiteres Mal die ernüchternde Stimme der Auskunft zu hören. Mitgeteilt zu bekommen, dass diese Nummer nicht existierte und sie ihren Seelenverwandten verloren hatte. Sie war alleine. Natürlich hatte sie sich die Frage gestellt ob es nicht besser wäre das Baby nicht zu bekommen. Letzten Endes war sie Rory Gilmore, die auf ihre Überzeugungen fest vertraute. Diese sahen nicht vor einem Baby weh zu tun nur weil sie naiv gewesen war. Nur weil sie sich auf den ersten Blick in eine ihr völlig fremde Person verliebt hatte und in der Magie des Moments eine unüberlegte Entscheidung getroffen hatte.

Zittern berührte sie mit ihren Fingern den zerknüllten Inhalt ihrer Tasche. Alles was ihr vom Vater ihres Kindes geblieben war, war eine Muffin Verpackung mit einer nicht erreichbaren Telefonnummer und die Erinnerung an eine der schönsten Nächte ihres Lebens.

Sie schluckte abwesend, während sie mit der Hand über ihren Bauch strich. Noch konnte sie die verräterischen Rundungen unter Pullovern verstecken, doch das würde nicht mehr lange so bleiben. In ihrem Kopf hatte sie sich wieder dieses verrückte Bild von sich selbst ausgemalt. Das Bild, das sie mit einer kleinen Tochter zeigte, wie sie ihr ein Buch vorlas und ihr einen Kuss auf den Kopf gab. Das Bild, das so gar nicht zu ihr passen wollte und trotzdem fühlte sie Stolz und auch ein Fünkchen Glück in sich aufsteigen. Von nun an würde alles anders sein.

Eine verirrte Schneeflocke landete auf Rorys Nase und unweigerlich musste sie lächeln. Der erste Schnee an einer dunklen unbefahrenen Straße mitten in London und trotzdem machte er sie glücklich.


Anhang

-Robert De Niro stellt in Taxi Driver einen einsamen und isolierten Taxifahrer dar.
- Charles Bukowski war ein ein US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller mit melancholischerm Akzent in seinen Schriften.
-Die Oompa Loompas sind Angehörige eines fiktiven zwergengroßen Volkes des 1964 veröffentlichten Kinderbuches Charlie und die Schokoladenfabrik.
-James Dean war ein US Amerikanischer Filmschauspieler. Nach seinem jungen Tod ging er in die Geschichte als talentierter, missverstandener, rebellischer und vor allem gefrorener Jugendlicher ein.
-Die Grinsekatze ist eine Figur aus Alice im Wunderland, welche permanent bis über beide Ohren grinst.


Zuletzt von melting snow am 27.06.10 13:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: And That My Friend, Is What They Call Muffin

Beitrag  Tyrone am 27.06.10 7:50

Hey,

Ich kenne nun "Gilmore Girls" nicht, aber trotzdem finde ich deinen Text amüsant. Schön fand ich, dass du die Oompa Loompas erwähnt hast, bei denen ich zuerst überlegte ob du die aus Charlie und die Schokoladenfabrik meintest, aber als ich dann die Erklärung im Anhang gelesen habe, musste ich nur noch lachen^^. Ebenso bei der Grinsekatze musste ich anfangen zu lachen haha:

Alles in allem: Ein schöner Anfang einer Geschichte, den ich auf jeden Fall weiter verfolgen werde!

Mir ist aber noch ein kleiner Fehler aufgefallen: „Hör zu, ich muss wirklich dringend-. Bitte überlas mit das Taxi.“ Meinte sie, als sie das gelbe Gefährt hinter ihm halten sah.

Ich denke es muss "überlass mir das Taxi" heißen, oder?

Weiter so!!
MfG Tyrone
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Re: And That My Friend, Is What They Call Muffin

Beitrag  melting snow am 27.06.10 13:36

Hi
Der Fehler ist mir gar nicht aufgefallen, aber das sind meistens solche die der Autor selbst nur schwer mitbekommt. Habs auch gleich ausgebessert.
Jedenfalls: Vielen Dank für dein liebes Fb und ich versuche den nächsten Teil so schnell wie möglich fertig zu stellen.
Lg
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