Die Abenteuer von Skaos und Michael.

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Die Abenteuer von Skaos und Michael.

Beitrag  Nifelheim am 07.07.10 12:27

  • Title:Die Abenteuer von Michael und Skaos (Arbeitstitel)
  • Genre:Abenteuer
  • Main Characters:Michael und Skaos
  • Chapters:Kann ich nicht sagen
  • Rating:G
  • Summary:Der Obdachlose, im bürgerlichen Leben gescheiterte Michael lebt zusammen mit seiner Ratte Skaos. Diese wurde auserwählt Michael zu beschützen. Denn dieser ist verflucht und ist daher nicht zu einem normalen Leben fähig. Zusammen erleben die Beiden das Abenteuer ihres Lebens und wachsen an der Aufgabe den Fluch zu brechen.
  • Notes:Ich habe keine Ahnung wohin mich diese Geschichte führt. Ich habe nur die Grundstruktur im Kopf. Gedacht ist der Text für Kinder und Jugendliche. Ob es dabei bleibt weiß ich nicht. Wie gesagt es ist alles am Beginn. Ich schreibe nur was raus muss aus dem Kopf!




    Seit ein paar Tagen geistert in meinem Kopf eine Geschichte für Kinder umher. Hier mein erster Versuch.

    Leider habe ich noch Probleme die Texte hier rein zu kopieren. Deshalb sind da Absätze wo keine sein sollten. Aber auch das bekomme ich noch in den Griff!

    Die Abenteuer von Skaos und Michael

    Prolog

    Träume ich?

    Skaos rannte auf seinen vier Beinen in dem Rohr. Unentwegt schnupperte er mit seiner Nase und den feinen Barthärchen ob ihm die Gegend etwas sagte. Doch er lief nur, und lief, und lief. Als würde er sich in einem Hamsterrad bewegen. Wie demütigend für eine Ratte! Plötzlich hörte das Rohr auf und er fiel in die Tiefe. Instinktiv landete er auf seinen Beinen. Nein, hier war er definitiv noch nie gewesen!

    Er befand sich in einem großen Raum, anscheinend eine Kreuzung für die Rohre. An jeder Seite des Raumes befand sich ein Ausgang. Skaos wusste nicht weiter. Welchen sollte er nehmen? Es waren schon Esel zwischen zwei Heuballen verhungert, weil sie keine Entscheidung treffen konnten. Skaos hatte diesen Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, als eine tiefe Stimme erklang: Skaos?!


    Er war verdattert. Der Schall in dem Raum machte es unmöglich herauszubekommen woher die Stimme kam.

    Ja?

    Ich habe einen Auftrag für dich!

    Für mich? Ich bin doch nur eine Ratte wollte er noch sagen, doch die tiefe und dunkle Stimme kam ihm zuvor.

    Es gibt Ratten und es gibt Ratten. Aber denke nie von dir das du nur eine Ratte bist! Die Götter haben in ihrer Weisheit jedem Tier einen Namen und eine Aufgabe zugeteilt. So wie die Biene Honig sammelt und Pflanzen bestäubt, so wirst du auf ihn aufpassen!

    Auf ihn? Skaos war zu verwirrt um zu antworten.

    Wenn er kommt und deinen Namen kennt, dann schütze ihn notfalls mit deinem Leben.



    Skaos wachte auf. Es war kein langsames aufwachen, wie ein auftauchen aus dem kleinen Tod. Nein, es war wie der Biss eines Artgenossen. Schnell und schmerzhaft.

    Ja die nehme ich!sagte das Gesicht das sich über den Käfig beugte in dem Skaos mit seinen Artgenossen lebte.

    Eine gute Entscheidung! antwortete das Gesicht das zu der Hand gehörte die ihn fütterte. Er ist noch nicht ausgewachsen, gerade mal 5 Wochen alt. Behandle ihn gut und er wird wie ein Hund ein guter Freund sein.

    Die Fütterungshand griff in den Käfig und nahm Skaos heraus. Er wollte ihn gerade in eine Pappschachtel stecken, als das andere Gesicht sagte: Lassen sie mal! Ich nehme ihn so, er wird sich eh daran gewöhnen müssen außerhalb vom Käfig zu leben.

    Das Gesicht nahm ihn in die Hand, so das Skaos auf seiner Handfläche saß. Hi! Mein Name ist Michael! Und du sollst von nun an Skaos heißen! Weil ich so gerne SKA höre und mein Leben ein Chaos ist. Also Skaos! Ich habe den ganzen Vormittag gebettelt um dich kaufen zu können. Tue mir also den gefallen und lauf nicht weg.

    Skaos wurde in eine Jackentasche gepackt die ausgefüllt war mit Taschentüchern und Papier. Erst mal ein Nest bauen, dann kann ich darüber nachdenken woher Michael meinen Namen kannte und ob der Traum wirklich nur ein Traum war.

    Mein Name ist Skaos, ich bin eine Ratte und ich habe einen Auftrag!



  • Zuletzt von Nifelheim am 08.07.10 10:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  Nifelheim am 07.07.10 12:43

    Es tut mir leid das mein Text so klein ist. Obwohl ich eine andere Größe eingestellt habe, ist die Schriftgröße zu klein. Vielleicht könnte ein Mod das ändern? Oder kann ich das hinterher immer noch selber ändern? Irgendwann komme auch ich mit der Forentechnik klar. Bis dahin verzeiht mir so etwas bitte!

    Euer Nifelheim
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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  melting snow am 07.07.10 14:40

    Doch er lief nur, und lief, und lief.

    Dieser Satz gefällt mir nicht wirklich.

    Es waren schon Esel zwischen zwei Heuballen verhungert, weil sie keine Entscheidung treffen konnten.

    Witzig. :)


    Zunächst empfinde ich den Traum nicht als wirklich klar und verstehe nicht so recht, WER genau diesen Auftrag gestellt hat und WESHALB. Einen bleibenden Eindruck des Traumes habe ich auch nicht erhalten. War der Traum vielleicht verwirrend? oder eher klar und rein? war er dunkel oder hell? Das fände ich interessant zu erfahren wie genau das Wesen dieses Traumes war.

    Noch eine Kleinigkeit: Ich finde es etwas verwirrend, dass du keine Anführungszeichen für deine direkten Reden benutzt hast und war mir nicht ganz sicher, an welchen Stellen gesprochen wird und an welchen nicht.

    Ich finde es außerdem interessant zu erfahren, wer dieser Michael ist und hoffe du beschreibst ihn noch etwas näher.

    Um ehrlich zu sein habe ich noch nie eine vergleichbare Geschichte gelesen und da noch so gut wie alles offen ist, warte ich gespannt auf den nächsten Teil.

    Lg.


    Zuletzt von melting snow am 25.09.10 17:08 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  Nifelheim am 07.07.10 20:30

    Meine Dialoge schreibe ich normalerweise kursiv. Ich habe aber noch Probleme beim kopieren der Texte in dieses Forum. Daher sehen sie dann nicht so aus wie ich mir das vorstelle oder wie es ursprünglich aussieht. In Zukunft benutze ich Anführungszeichen für meine Dialoge. Es ist aber auch schwer gute Dialoge zu schreiben...

    Danke für die Kritik am Traum. Wer die Stimme ist wird sich noch eröffnen im Laufe der Geschichte. Die Geschichte wird als Grundstruktur eine typische Queste haben. Zwei Wesen die eine Aufgabe bekommen, eine Reise machen und daran auch innerlich wachsen. Der kleine feige Hobbit wird zum Helden Mittelerdes. Kennt man ja. Wohin die Geschichte führen wird weiß ich aber so genau noch nicht. Michael´s Charakter steht klar vor mir, auch seine Entwicklung. Viel mehr Probleme macht mir die Ratte Skaos.
    Aber diese Geschichte geht weiter. Hoffe ich doch! Es ist schon zu viel in der Schublade gelandet.

    Euer Nifelheim
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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  Silent am 08.07.10 8:40

    Ich bin etwas anderer Meinung als melting snow.
    Ein Traum – der mehr einer Vision als einem Traum gleicht – als Einleitung für eine Geschichte muss nicht immer klar erkennbar sein.
    Allerdings, so wie ich das verstanden habe, scheint Skaos in ner Art Tierhandlung aufgewachsen zu sein. Er ist 5 Wochen, kennt nur die Fütterungshand, etc. Deshalb fehlt mir in diesem Traum das Emotionale, die Verwirrung die er in den Rohren haben müsste.
    Er war allein, an einem fremden Ort, ist mit fünf Wochen selbst noch ein Rattenkind... müsste er hier nicht neugierig und ängstlich zugleich sein? Die Wortwahl ist hier jedoch wichtig. Immerhin willst Du ja ne Kindergeschichte daraus machen.

    Ganz toll finde ich die Beschreibung über das Gesicht (Michael) und die Hand die in füttert... bzw. die Sichtweise der kleinen Ratte.
    Erinnert auf den ersten Blick an Jack London (wenn ich mich an meine Schulzeit richtig erinnere) der seine Geschichten wie kein Anderer grundsätzlich aus der Sicht des Tieres beschrieb.

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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  Nifelheim am 08.07.10 9:58

    • Title:Die Abenteuer von Michael und Skaos (Arbeitstitel)
    • Genre:Abenteuer
    • Main Characters:Michael und Skaos
    • Chapters:Kann ich nicht sagen
    • Rating:G
    • Summary:Der Obdachlose, im bürgerlichen Leben gescheiterte Michael lebt zusammen mit seiner Ratte Skaos. Diese wurde auserwählt Michael zu beschützen. Denn dieser ist verflucht und ist daher nicht zu einem normalen Leben fähig. Zusammen erleben die Beiden das Abenteuer ihres Lebens und wachsen an der Aufgabe den Fluch zu brechen.
    • Notes:Ich habe keine Ahnung wohin mich diese Geschichte führt. Ich habe nur die Grundstruktur im Kopf. Gedacht ist der Text für Kinder und Jugendliche. Ob es dabei bleibt weiß ich nicht. Wie gesagt es ist alles am Beginn. Ich schreibe nur was raus muss aus dem Kopf!



    Ich habe meine Geschichte noch mal leicht überarbeitet und weiter gesponnen. Ich muss sagen das mir eure Kritik eine große Hilfe ist.

    Die Abenteuer von Skaos und Michael

    Prolog

    Skaos rannte auf seinen vier Beinen in dem Rohr. Unentwegt schnupperte er mit seiner Nase und den feinen Barthärchen ob ihm die Gegend etwas sagte. Doch er lief nur als hätte dieses Rohr kein Ende. Als würde er sich in einem Hamsterrad bewegen. Wie demütigend für eine Ratte! Doch er empfand keine Angst! Warum auch, es war nur ein Traum. Plötzlich hörte das Rohr auf und er fiel in die Tiefe. Instinktiv landete er auf seinen Beinen. Nein, hier war er definitiv noch nie gewesen! Wie auch? Er lebte in einer Zoohandlung und hatte den Käfig noch nie verlassen.
    Er befand sich in einem großen Raum, anscheinend eine Kreuzung für die Rohre. An jeder Seite des Raumes befand sich ein Ausgang. Skaos wusste nicht weiter. Welchen sollte er nehmen? Moose oder Algenablagerungen gaben dem Raum etwas unangenehmes. Obwohl als Ratte hätte er sich hier doch wohl fühlen müssen? Es waren schon Esel zwischen zwei Heuballen verhungert, weil sie keine Entscheidung treffen konnten. Skaos hatte diesen Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, als eine tiefe Stimme erklang: „Skaos?!“
    Er war verdattert. Der Schall in dem Raum machte es unmöglich herauszubekommen woher die Stimme kam.
    „Ja?“
    „Ich habe einen Auftrag für dich!“
    „Für mich?“ Ich bin doch nur eine Ratte wollte er noch sagen, doch die tiefe und dunkle Stimme kam ihm zuvor.
    „Es gibt Ratten und es gibt Ratten. Aber denke nie von dir das du nur eine Ratte bist! Die Götter haben in ihrer Weisheit jedem Tier einen Namen und eine Aufgabe zugeteilt. So wie die Biene Honig sammelt und Pflanzen bestäubt, so wirst du auf ihn aufpassen!“
    Auf ihn? Skaos war zu verwirrt um zu antworten.
    „Wenn er kommt und deinen Namen kennt, dann schütze ihn notfalls mit deinem Leben.“

    Skaos wachte auf. Es war kein langsames aufwachen, wie ein auftauchen aus dem kleinen Tod. Nein, es war wie der Biss eines Artgenossen. Schnell und schmerzhaft.
    „Ja die nehme ich!“ sagte das Gesicht das sich über den Käfig beugte in dem Skaos mit seinen Artgenossen lebte.
    „Eine gute Entscheidung!“ antwortete das Gesicht das zu der Hand gehörte die ihn fütterte. „Er ist noch nicht ausgewachsen, gerade mal 5 Wochen alt. Behandle ihn gut und er wird wie ein Hund ein guter Freund sein.“
    Die Fütterungshand griff in den Käfig und nahm Skaos heraus. Er wollte ihn gerade in eine Pappschachtel stecken, als das andere Gesicht sagte: „Lassen sie mal! Ich nehme ihn so, er wird sich eh daran gewöhnen müssen außerhalb vom Käfig zu leben.“
    Das Gesicht nahm ihn in die Hand, so das Skaos auf seiner Handfläche saß. „Hi! Mein Name ist Michael! Und du sollst von nun an Skaos heißen! Weil ich so gerne SKA höre und mein Leben ein Chaos ist. Also Skaos! Ich habe den ganzen Vormittag gebettelt um dich kaufen zu können. Tue mir also den gefallen und lauf nicht weg.“
    Skaos wurde in eine Jackentasche gepackt die ausgefüllt war mit Taschentüchern und Papier. Erst mal ein Nest bauen, dann kann ich darüber nachdenken woher Michael meinen Namen kannte und ob der Traum wirklich nur ein Traum war.

    Eins

    Mit einem leicht nach vorn gebeugten Gang, der nicht vom schweren Seesack kam, sondern einem langsamen verschwinden im Boden gleich kam, ging Michael die Georgsstraße entlang. Das Gefühl das er verschwindet hatte Michael schon länger. Anfangs hatte er nur das Gefühl unsichtbar zu werden. Wenn er mit seinem Pappschild, bettelnd ohne was zu sagen einfach nur da saß, nahm ihn niemand wahr. Als würde es ihn nicht geben. Es wurde ihm zum ersten mal klar, als Menschen über ihn stolperten und ohne ein Wort zu sagen weiter gingen. Manchmal glaubte Michael, was natürlich quatsch war, das nur kleine Kinder und alte Menschen ihn sehen konnten. Doch es wurde schlimmer. Menschen von früher, aus seinem Leben mit Wohnung und Arbeit, gingen an ihm vorbei. Schauten ihn an, ein kurzes blitzen des Erkennens in den Augen, das sich kopfschüttelnd wieder trübte.
    Irgendwann viel ihm auf das er nicht nur einsam war, nein, er sprach Tagelang nicht. Er saß nur da, bettelte und verschlang ein Buch nach dem anderen. Wenn er dann was sagen wollte, kam nur ein krächzen aus seinem Mund. Da wurde ihm klar das er einen Begleiter brauchte. Um einen Hund wollte er sich nicht kümmern. Wenn seine Depressionsschübe kamen, und das konnte jeder Zeit passieren, wie sollte er sich da um einen Hund kümmern? Wenn er Verantwortung gewollt hätte, wäre er nicht da wo er war, sondern würde die Georgsstraße entlang gehen und über Bettler stolpern. Eine Ratte war genau das richtige. Notfalls war sie auch mal mit ein paar Essensresten von ihm zufrieden. Michaels Hand glitt zu seiner Manteltasche und er spürte den warmen Körper seines neuen Begleiters, ein Lächeln huschte über sein Gesicht um gleich wieder zu verschwinden.

    Michaels Leben vor der Obdachlosigkeit verschwamm von Jahr zu Jahr. Es kam vor das neugierige ältere Damen wissen wollten warum er Obdachlos war. Und jedes Mal erzählte er etwas anderes. Die gesponnen Geschichten wurden mit jedem mal mehr zur Wahrheit, so das Michael selbst nicht mehr wusste warum er hier gelandet war. Doch so war es. Und wahrscheinlich blieb es auch so. Es gab einfach Menschen die zu einem bürgerlichen Leben nicht geschaffen wurden. Und doch spürte er manchmal das da noch etwas war. Das er etwas zu tun hatte. Warum sollte er auch sonst noch leben? Er hatte Drogen genommen, sich während seiner Depressionsschübe versucht umzubringen und wenn er an den letzten Winter dachte, verstand er einfach nicht warum er jeden Morgen wieder aufwachte und sich aus seinem Schlafsack schälte. Es musste einen Grund geben!
    Seit 5. Jahren war die kleine Brücke am Rande von Hannover nun sein zu Hause. Von oben schützte ihn die Brücke und von unten Thermomatte und diverse Decken. Sogar einen kleinen Tisch hatte er sich aus alten Holz gebaut. Die Anwohner in der Nähe kannten ihn und nicht selten kam er vom betteln nach Hause und es standen milde Gaben auf seinem Tisch. Dinge die er sich sonst nicht leisten konnte. Schokolade oder Bücher von Menschen die sahen das er von denen nicht genug bekam.

    Sanft wurde Skaos aus der Manteltasche genommen. „Tja, hier lebe ich!“ sagte Michael. In seiner Stimme lag kein Stolz, aber auch keine Scham.
    Skaos stellte sich auf seine Hinterbeine und schnupperte. „Gar nicht so schlecht!“ dachte er. Michael nahm die Ratte, setzte sie auf den Tisch, öffnete eine Dose um sie nach dem öffnen auf einem Brenner zu erwärmen. Dann holte er aus den tiefen des Seesacks eine Pappschachtel, öffnete sie und streute etwas von dem Futter in eine kleine Schale. „In der Zoohandlung haben sie gesagt du magst dieses Futter.“
    „Ja, das denkst du.“ Skaos wurde klar das er seinen Begleiter wohl noch erziehen musste. „Willst du nicht?“ fragte Michael während Skaos nur darauf wartete das Michael mit seinem Essen fertig war.
    Kaum das die Dose leer war, tippelte Skaos zu Michael, stieß die Dose um und leckte genüsslich das restliche Gulasch daraus hervor. Aus den tiefen der Menschlichen Gefühle bahnte sich ein herzliches Lachen aus Michael hervor. „Ach so läuft der Hase, ich meine die Ratte!“ sagte Michael immer noch lachend und gab Skaos eine ganze Scheibe Toast dazu. „Zum tunken.“ Mit dem Toast im Maul sprang Skaos in die Manteltasche um seine Beute erst mal zu verstecken. „Dann teilen wir halt. Deine Artgenossen in freier Natur fressen ja auch kein Rattenfutter aus der Pappschachtel.“

    In der Nacht kroch Skaos aus seinem Nest. Er spürte das gleichmäßige Atmen von Michael, das immer wieder in ein schnarchen oder blubbern überging. Zeit die Gegend zu erkunden. Alles schien ruhig zu sein. Die Ihme ein kleiner Fluss, gluckerte friedlich vor sich hin. Skaos lief durch das hohe Ufergraß, immer darauf bedacht nicht Beute eines Jägers zu werden. Er trank einen schluck Flusswasser und machte sich auf den Rückweg. In der ersten Nacht wollte er nicht gleich zu weit weg. Als Skaos an der Brücke ankam, spürte er sofort das etwas nicht stimmte. Nebelschwaden zogen vom Fluss langsam nach oben zu Michael. Skaos konnte sich keinen Reim darauf machen. Nirgendwo anders war hier Nebel. Wie eine Tuch legten sich die Nebelschwaden auf Michael. Der Nebel schien lebendig zu sein. Skaos hörte deutlich das Wispern hunderter Stimmen, ohne zu verstehen was sie sagten. Spielte ihm die Fantasie einen Streich? Vereinzelt sah er Gesichter in den Schwaden auftauchen und wieder verschwinden nur um sich gleich darauf in ein anderes Gesicht zu verwandeln. Skaos überwand seine Angst, rannte zu Michael, durch den kalten und nassen Nebel der nach ihm greifen wollte und sprang seinem Herrchen auf die Brust. In dem gleichen Augenblick als Michael die Augen öffnete verschwand der Nebel wie der Qualm einer Zigarette.

    Als der Morgen langsam die Nacht verdrängte, so langsam und schön wie es nur der Sommer möglich machte, legte Skaos sich zum schlafen in sein Nest. Zur gleichen Zeit packte Michael sein Seesack und machte sich auf zu seinem täglichen Betteln.

    Skaos lief wieder durch die Rohre. Diesmal erkannte er sie und war auch auf das plötzliche Fallen vorbereitet. Doch die nebulöse Stimme vom letzten mal ließ auf sich warten. Skaos besah sich die Ausgänge. Sie rochen alle gleich, nach Sumpf und Abfall. „Hallo“ rief er in jeden der vier Ausgänge. Keine Antwort. Also setzte er sich auf seinen Hintern um sich zu putzen. Das war wichtig wenn das schwarze Fell glänzen soll. Nach geraumer Zeit und einem glänzenden Fell wie es besser nicht ging, wusste Skaos auf einmal durch welchen Gang er gehen musste. Er wusste nicht woher er das wusste, aber er wusste es. Zielstrebig ging er durch das Rohr, das aussah wie jedes andere Rohr. Zumindest vermutete Skaos das, denn soviel Rohre hatte er ja noch nicht durchstreift.
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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

    Beitrag  Silent am 09.07.10 13:52

    Meine große Leidenschaft...
    Rollenspielbücher der Serie Einsamer Wolf und Silber Stern. Sind immer wieder Bücher die ich mir gerne zur Brust nehme....
    Aber auch Wolfgang Hohlbeins Fantasieabenteuer.

    Zur Zeit jedoch lese ich lediglich die Fernsehzeitung, und das auch nur wenn ich mal Zeit habe... *sfg


    Nifelheim schrieb: Er wusste nicht woher er das wusste, aber er wusste es. Zielstrebig ging er durch das Rohr, das aussah wie jedes andere Rohr. Zumindest vermutete Skaos das, denn soviel Rohre hatte er ja noch nicht durchstreift.

    Tadeln muss ich nur dies hier....
    In zwei Sätzen dreimal das Wort Rohr... deutlich zuviele Wiederholungen für meinen Geschmack...

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    Re: Die Abenteuer von Skaos und Michael.

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